Wasserhärte in Lärz

PLZ 17248 · Mecklenburgische Seenplatte, Mecklenburg-Vorpommern

17,3 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasserwerk Mecklenburgische Seenplatte

Website

Praktische Tipps bei 17,3 °dH

Spülmaschine

Bei 17,3 °dH in Lärz: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Mecklenburg-Vorpommern

Lärz liegt mit 17,3 °dH genau im Durchschnitt (17,8 °dH).

Lärz
17,3
Mecklenburg-Vor...
17,8

Vergleich mit Deutschland

Lärz liegt mit 17,3 °dH 2,6 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Lärz
17,3
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Rechlin 17 °dH hart
Mirow 18,4 °dH hart
Priborn 16,3 °dH hart
Buchholz 18,4 °dH hart
Schwarz 18,4 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Lärz

Unter Lärz liegt ein eiszeitliches Mosaik aus Sanden, Kiesen und Moränenmaterial, das die letzte Weichsel-Eiszeit hier abgelagert hat. Das Gelände der Mecklenburgischen Seenplatte wurde von Gletschern aufgestaucht, überfahren und wieder ausgeschürft. Zurück blieb ein Untergrund mit wechselnden Schichten, dazwischen örtlich auch kalkhaltige Geschiebemergelreste aus dem Eis. Nach dem Rückzug des Eises versickert Regenwasser rasch durch die lockeren Sande, nimmt aber auf dem Weg gelöste Calcium- und Magnesiumionen aus den mineralischen Ablagerungen mit. Genau daraus speist sich die Härte von 17,3 °dH. Die Landschaft um Lärz ist deshalb kein weiches Moorgebiet, sondern ein von Grundwasser geprägter Sand- und Moränenraum zwischen den Seen und Niederungen der Müritzregion. Das Trinkwasser kommt hier aus dem Netz des Zweckverbands Wasserwerk Mecklenburgische Seenplatte, der die Orte im Raum Rechlin, Mirow und das Umland über regionale Brunnenanlagen versorgt. Gefördert wird aus tiefen Grundwasserleitern, die unter den glazialen Sanden liegen und durch mächtige Deckschichten vor oberflächlichen Einträgen geschützt sind. Oberflächenwasser aus der Müritz oder aus kleineren Seen wird nicht als Trinkwasser genutzt; entscheidend sind die gefassten Grundwasserstockwerke, deren Mineralgehalt die Härte prägt. Lärz liegt damit in einem Gebiet, in dem das Wasser meist deutlich mineralischer ausfällt als in manchen nordwestlichen Teilen Mecklenburg-Vorpommerns mit geringerer Kalkfracht. Der Unterschied zu den Nachbarorten zeigt sich vor allem im Untergrund. Richtung Müritz, Rechlin und Mirow bleibt das Wasser ebenfalls eher hart bis deutlich hart, weil die gesamte Seenplatte von eiszeitlichen Ablagerungen geprägt ist. In einigen küstennahen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns dominieren dagegen jüngere Sande mit geringerer Karbonatbelastung, dort fällt das Wasser oft weicher aus. Lärz steht somit typisch für den südlichen Seenplattenraum: viel Sand, viel Grundwasser, dazu genug mineralische Beimengungen aus Moränen und Geschiebemergel, um den Härtewert nach oben zu ziehen. Die Geologie unter dem Ort ist der eigentliche Schlüssel zu diesem Wasserprofil.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserwerk Mecklenburgische Seenplatte

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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