Wasserhärte in Medard

PLZ 67744 · Kusel, Rheinland-Pfalz

15,2 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Verbandsgemeindewerke Lauterecken-Wolfstein

Website

Praktische Tipps bei 15,2 °dH

Spülmaschine

Bei 15,2 °dH in Medard: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Medard liegt mit 15,2 °dH 1,9 °dH über dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Medard
15,2
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Medard liegt mit 15,2 °dH genau im bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Medard
15,2
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Lauterecken 13,7 °dH mittel
Cronenberg 11,5 °dH mittel
Odenbach 16,7 °dH hart
Ginsweiler 14,6 °dH mittel
Löllbach 13,7 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Medard

Medard liegt beim Glantal auf einem deutlich härteren Wasserprofil als viele Orte im Kuseler Land und auch über dem üblichen Landeswert von Rheinland-Pfalz. Der Grund sitzt im Untergrund: In der Gegend treten Buntsandstein- und Muschelkalkschichten nebeneinander auf, dazu kommen kalkhaltige Ablagerungen aus dem Talraum der Glan. Genau diese Gesteine geben Calcium und Magnesium an das Grundwasser ab. Das Wasser nimmt den mineralischen Weg durch Klüfte und Schotter im Talboden, statt aus rein sandigen, weichen Schichten zu kommen. Darum erreicht Medard 15,2 °dH und liegt damit spürbar über vielen Orten im Nordpfälzer Bergland, wo oft weichere, niederschlagsgeprägte Wässer aus stärkeren Sandsteinbereichen ankommen. Der Glan selbst prägt das Bild, weil seine Niederung die Grundwasserführung bündelt und mineralreiches Wasser aus dem Umland einsammelt. Versorgt wird Medard über die Verbandsgemeindewerke Lauterecken-Wolfstein, die das Trinkwasser aus dem regionalen Leitungsnetz beziehen. Dieses Netz speist sich aus eigenen Quellen und Tiefbrunnen im Einzugsgebiet der Glan und der angrenzenden Höhenzüge; je nach Betriebsführung werden die Wassermengen im Verbund verteilt, sodass Medard nicht an nur eine einzige Quelle gebunden ist. Entscheidend ist der regionale Verbund mit den Anlagen der Verbandsgemeinde, nicht eine entfernte Talsperre. Das passt zur Lage zwischen Glantal und den sanften Rücken Richtung Lauterecken und Kusel, wo Grundwasser aus den wasserführenden Schichten des Buntsandsteins und aus talnahen Kiesen gewonnen wird. So bleibt die Versorgung ortsnah und an die örtliche Geologie angepasst. Gegenüber Nachbarorten wirkt Medard deshalb klar härter. Orte mit stärker sandsteinbetonten, höher gelegenen Einzugsgebieten im Umfeld von Lauterecken oder Richtung Nordpfälzer Hochfläche kommen oft mit milderen Werten aus, während Medard durch den Talzug des Glans und die kalkführenden Anteile im Untergrund mehr Mineralien mitführt. Auch im Vergleich zum Durchschnitt in Rheinland-Pfalz steht Medard auf der harten Seite. Das Land kennt viele Regionen mit weicherem Wasser aus Hunsrück, Eifel oder Westerwald, doch im westlichen Kuselraum mischen sich Talgrundwasser, Sandstein und kalkige Schichten zu einem deutlich festeren Profil. Medard ist damit ein typischer Ort am Glan, aber eben keiner mit weichem Wasser aus dem reinen Sandstein. Der Standort zwischen Flussniederung und Hügelrand macht den Unterschied.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Verbandsgemeindewerke Lauterecken-Wolfstein

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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