Wasserhärte in Ockenfels

PLZ 53545 · Neuwied, Rheinland-Pfalz

15 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Wasserversorgung Kreis Neuwied

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Praktische Tipps bei 15 °dH

Spülmaschine

Bei 15 °dH in Ockenfels: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Ockenfels liegt mit 15 °dH 1,7 °dH über dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Ockenfels
15
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Ockenfels liegt mit 15 °dH genau im bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Ockenfels
15
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Linz am Rhein 15,3 °dH hart
Kasbach-Ohlenberg 15,1 °dH hart
Remagen 14,3 °dH mittel
Erpel 12 °dH mittel
Leubsdorf 12,8 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Ockenfels

22,7 °dH — was steckt dahinter? Ockenfels liegt am Rand des Mittelrheingebiets, dort, wo links des Rheins die Schichten des Mittelgebirges in den Untergrund hineinwirken und das Wasser auf seinem Weg durch Kalk- und Dolomitanteile Mineralien aufnimmt. Die Nähe zum Rhein und zu den löss- und lehmbedeckten Hängen des Neuwieder Beckens sorgt nicht für weiches Quellwasser, sondern für ein deutlich härteres Mischwasser. Aus der Region kommen zudem Zuflüsse und Grundwasserströme aus den Tälern kleiner Bäche, die durch karbonathaltige Gesteine geprägt sind. Genau diese Geologie macht das Wasser in Ockenfels spürbar härter als in vielen Quellorten des Westerwaldes oder der Eifel, wo Basalt, Schiefer oder vulkanische Böden oft weichere Werte ermöglichen. Im Landkreis Neuwied treffen also Rhein, Hangwässer und kalkführende Schichten aufeinander, und das spiegelt sich direkt im Härtegrad wider. Die Versorgung in Ockenfels erfolgt über die örtliche kommunale Wasserinfrastruktur des Landkreises Neuwied, die Rohwasser aus regionalen Brunnen und Grundwasserfassungen bezieht und es über das Netz des zuständigen Verbandes in die Gemeinde leitet. In dieser Rheinlage ist das keine Fernwasserlösung aus einer Talsperre, sondern ein Verbund aus lokalen Gewinnungsanlagen und aufbereitetem Grundwasser, das aus dem Umland von Linz am Rhein und den angrenzenden Niederungen gespeist wird. Dadurch bleibt der Charakter des Wassers klar regional. Der Versorger ist auf die hydrogeologischen Bedingungen zwischen Rheintal und Höhenzügen eingestellt und nutzt die natürlichen Vorkommen, die unter den Auen und Hangfüßen lagern. Ockenfels unterscheidet sich damit deutlich von Nachbarorten im Westerwald oder in den höher gelegenen Teilen von Rheinland-Pfalz, wo oft weicheres Wasser aus basaltenen oder schiefergeprägten Einzugsgebieten ankommt. Auch innerhalb des Landkreises Neuwied zeigen Orte auf den Höhenzügen und in den Seitentälern andere Werte als die Rheinnähe. Ockenfels liegt genau in dieser Übergangszone, in der die geologische Geschichte des Mittelrheins das Trinkwasser prägt. Das Ergebnis ist ein hartes, mineralreiches Wasser mit lokalem Fingerabdruck, der stärker an die Kalk- und Rheinlandschaft gebunden ist als an die Quellgebiete der Eifel oder des Westerwaldes.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserversorgung Kreis Neuwied

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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