Wasserhärte in Ollendorf

PLZ 99198 · Sömmerda, Thüringen

24,8 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
Anzeige

Wasserversorger

Thüringer Fernwasserversorgung

Website

Praktische Tipps bei 24,8 °dH

Spülmaschine

Bei 24,8 °dH in Ollendorf: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Thüringen

Ollendorf liegt mit 24,8 °dH 3,9 °dH über dem Durchschnitt (20,9 °dH).

Ollendorf
24,8
Thüringen
20,9

Vergleich mit Deutschland

Ollendorf liegt mit 24,8 °dH 10,1 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Ollendorf
24,8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Ballstedt 21,6 °dH hart
Großmölsen 18,2 °dH hart
Udestedt 21,3 °dH hart
Kleinmölsen 31 °dH hart
Am Ettersberg 17,9 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Ollendorf

Unter Ollendorf liegt der Übergang vom Thüringer Becken zum nördlichen Vorland des Steigerwalds, ein Untergrund aus Buntsandstein, tonigen Mergeln und lössbedeckten Schichten, die über lange Zeit von Flachmeeren, Verwitterung und eiszeitlichem Staub aufgebaut wurden. Der Löss speichert zwar Wasser, doch die tieferen Schichten geben deutlich mehr gelöste Kalk- und Magnesiumionen ab. Dazu kommen die kalkreichen Sedimente des Beckens, in denen Grundwasser langsam durch Risse und Poren wandert. Genau dieser Weg durch Gestein und Boden macht das Wasser hier hart. Die 24,8 °dH passen zu einem Ort, der nicht an einem weichen Mittelgebirgsgebirge mit viel Urgestein liegt, sondern auf einem Sedimentmantel, der Mineralstoffe leicht an das Wasser abgibt. Anders als in vielen Thüringer Waldorten mit eher weichem Quellwasser prägt hier das Beckenwasser das Bild, nicht ein rasch abfließender Bergbach. Das Trinkwasser kommt aus dem Netz der Thüringer Fernwasserversorgung, die den Raum Sömmerda und damit auch Ollendorf mit aufbereitetem Rohwasser aus regionalen Gewinnungsgebieten speist. Maßgeblich sind die Talsperren- und Fernwasseranlagen des Landes, vor allem das System rund um die Ohratalsperre und die Thüringer Fernwasserleitungen, über die Wasser in die Ortschaften des Landkreises verteilt wird. Vor Ort wird es nicht aus einem einzelnen Dorfbrunnen geholt, sondern über das Verbundnetz bereitgestellt und in den örtlichen Leitungen verteilt. Der harte Charakter bleibt dabei erhalten, weil die Aufbereitung auf Versorgungssicherheit und nicht auf starke Enthärtung ausgerichtet ist. Das unterscheidet Ollendorf von Orten mit reinen Quellfassungen im Thüringer Wald und von Gegenden mit sehr weichem Mischwasser aus höher gelegenen Einzugsgebieten. Im Vergleich zu Nachbarorten im Landkreis Sömmerda steht Ollendorf damit auf der härteren Seite des Spektrums. Viele Orte westlich und südlich, näher an den kalkarmen Höhen des Waldgebiets, bekommen deutlich weicheres Wasser, während das Becken rund um Sömmerda, Nöda, Großmölsen und Kleinmölsen stärker vom kalkigen Untergrund und vom Fernwassernetz geprägt ist. Der Unterschied zeigt sich nicht nur im Zahlenwert, sondern auch in der Geologie: Hier dominiert das flache, sedimentreiche Land zwischen Erfurt und der Thüringer Beckenlandschaft, dort eher ein von Quellhorizonten und Waldhängen geformter Raum. Ollendorf steht also an einer klaren Grenze. Das Wasser erzählt von Beckenboden, Lössdecke und kalkführenden Schichten, nicht von kristallinem Gebirge. Genau deshalb fällt der Wert mit 24,8 °dH so deutlich aus.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Thüringer Fernwasserversorgung

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber