Wasserhärte in Ravensburg

PLZ 88212 · Ravensburg, Baden-Württemberg

17,7 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
Anzeige

Wasserversorger

Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG

Website

Praktische Tipps bei 17,7 °dH

Spülmaschine

Bei 17,7 °dH in Ravensburg: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Ravensburg liegt mit 17,7 °dH 1,8 °dH über dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Ravensburg
17,7
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Ravensburg liegt mit 17,7 °dH 3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Ravensburg
17,7
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Weingarten 17,4 °dH hart
Berg 17,5 °dH hart
Schlier 16,6 °dH hart
Grünkraut 16,6 °dH hart
Baienfurt 17,4 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Ravensburg

17,7 °dH — was steckt dahinter? Ravensburg liegt am Rand des nördlichen Alpenvorlands, dort, wo Molassegesteine, eiszeitliche Schotter und kalkreiche Grundwasserleiter das Trinkwasser prägen. Über dem Schussental lagern junge Kies- und Sandkörper, daneben tonige und mergelige Schichten aus der Süßwassermolasse. Regenwasser sickert durch diese kalkhaltigen Ablagerungen, löst Calcium und Magnesium heraus und speist so ein eher hartes Grundwasser. Die Schussen und ihre Nebentäler sind geologisch wichtig, weil sie die Talfüllungen geschaffen haben, aus denen sich mehrere Brunnenstandorte im Umland erschließen lassen. Auch die Hügelzüge Richtung Altdorf, Weingarten und Baindt zeigen dieselbe Handschrift des Voralpenlands: viel Schotter, viel Carbonat, wenig weiches Oberflächenwasser. Darum liegt Ravensburg deutlich über Orten mit stärker von Mooren, Waldgebieten oder granitischen Zuflüssen geprägten Einzugsgebieten. Das Trinkwasser kommt nicht aus einem See, sondern vor allem aus Grundwasserfassungen und Tiefbrunnen im Versorgungsgebiet des regionalen Netzverbunds. Zuständig ist die Technische Werke Schussental, die Ravensburg gemeinsam mit Weingarten und weiteren Kommunen im Schussental versorgt. Einspeisung und Aufbereitung laufen über die örtlichen Wasserwerke und die angeschlossenen Brunnenfelder im Umland; je nach Netzabschnitt wird das Wasser aus eigenen Gewinnungsanlagen und aus dem regionalen Verbund bereitgestellt. Die Lage zwischen Schussen, Wolfegger Ach und den Moränen- und Schotterflächen des Voralpenlands sorgt dabei für ein Wasser, das mineralreich, aber nicht aus Talsperren gespeist ist. Gerade diese Grundwasserbasis macht den Unterschied: keine großräumige Fernwasserzufuhr, sondern lokale Gewinnung aus den geologisch günstigen Schichten rund um die Stadt. Im Vergleich zu Nachbarorten zeigt Ravensburg ein deutlich härteres Profil. Richtung Bodensee und in Teilen Oberschwabens wechseln die Härtewerte je nach Wasserwerk und Mischungsverhältnis, doch in vielen Gemeinden mit stärkerem Anteil an weicherem Niederschlags- oder Quellwasser liegt das Niveau niedriger. Gegenüber weiten Teilen Baden-Württembergs, etwa den Schwarzwaldlagen oder einigen Städten mit weicherem Fernwasser, steht Ravensburg klar auf der harten Seite. Das passt zum Relief zwischen Schussental, Schmalegg, Taldorf und den umliegenden Schotterterrassen: viel kalktragender Untergrund, wenig Entkalkung, hoher Mineralgehalt. Ravensburgs Trinkwasser trägt damit die Handschrift des Voralpenlands direkt aus dem Boden ins Netz.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber