Wasserhärte in Röbel/Müritz

PLZ 17207 · Mecklenburgische Seenplatte, Mecklenburg-Vorpommern

17,9 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Stadtwerke Röbel/Müritz GmbH

Website

Praktische Tipps bei 17,9 °dH

Spülmaschine

Bei 17,9 °dH in Röbel/Müritz: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Mecklenburg-Vorpommern

Röbel/Müritz liegt mit 17,9 °dH genau im Durchschnitt (17,8 °dH).

Röbel/Müritz
17,9
Mecklenburg-Vor...
17,8

Vergleich mit Deutschland

Röbel/Müritz liegt mit 17,9 °dH 3,2 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Röbel/Müritz
17,9
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Bollewick 16,3 °dH hart
Südmüritz 18,4 °dH hart
Gotthun 17,7 °dH hart
Groß Kelle 17,7 °dH hart
Sietow 17,2 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Röbel/Müritz

Die Mecklenburgische Seenplatte ist ein jung geformtes Eiszeitland. Grundmoränen, Sander und Becken aus der Weichseleiszeit prägen den Untergrund, dazu kommen viele abgelagerte Geschiebemergel und kalkhaltige Sedimente. Genau dort liegt der Grund für das harte Trinkwasser in Röbel/Müritz: Das Wasser sickert durch kalk- und mineralreiche Schichten, löst dabei Calcium- und Magnesiumverbindungen und kommt mit einem Härtewert von 17,9 °dH an die Zapfstelle. Die Müritz selbst, die Elde und die kleineren Seen und Gräben der Umgebung bestimmen die Landschaft, nicht aber direkt den Härtegrad. Entscheidend ist der mineralische Untergrund der Region, der im Vergleich zu den sandigeren, oft weicheren Gebieten im Westen Mecklenburg-Vorpommerns deutlich mehr Härte ins Wasser bringt. In vielen Orten an der Seenplatte schwankt die Härte, doch Röbel/Müritz liegt klar im harten Bereich und damit über dem Niveau mancher Küsten- und Moorlandschaften des Landes. Das Trinkwasser in Röbel/Müritz stammt aus der zentralen öffentlichen Versorgung des örtlichen Netzbetreibers. Versorgt wird der Ort über das Leitungsnetz der Stadtwerke Röbel/Müritz GmbH, das Wasser aus regionalen Grundwasserbrunnen in der Umgebung der Müritz und des Röbeler Umlands bezieht. Diese Brunnen erschließen geschützte Grundwasservorkommen in sandigen und glazial geprägten Schichten, die nach der Aufbereitung in das Stadtgebiet und die Ortsteile eingespeist werden. Oberflächenwasser aus Talsperren spielt hier keine Rolle. Der Charakter des Wassers bleibt durch die geologische Herkunft der Grundwasserleiter geprägt, weshalb der Härtewert nicht zufällig, sondern eng an die Lagerung des Bodens und die Kalkanteile im Untergrund gebunden ist. Im Vergleich zu den Nachbarorten zeigt Röbel/Müritz ein deutlich härteres Profil. In weiten Teilen der Mecklenburgischen Seenplatte gibt es ebenfalls eher mittlere bis harte Werte, doch Orte mit stärker sandigen, nährstoffarmen Deckschichten oder mit anderer Brunnenanbindung kommen teils auf niedrigere Härten. Gegenüber dem Rest Mecklenburg-Vorpommerns fällt Röbel/Müritz besonders durch die Kombination aus seenreichem Eiszeitrelief und mineralreichem Grundwasser auf. Die Lage am Südwestufer der Müritz macht den Ort geologisch eigenständig: wenig Kalkstein im offenen Bild, aber genug kalkführende Ablagerungen im Untergrund, um das Wasser spürbar zu härten. Röbel/Müritz steht damit beispielhaft für die Seenplatte, wo die Landschaft vom Eis geformt wurde und das Trinkwasser diese Herkunft bis heute sichtbar trägt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Röbel/Müritz GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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