Wasserhärte in Saal

PLZ 18317 · Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern

21,4 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasser/Abwasser Boddenküste

Website

Praktische Tipps bei 21,4 °dH

Spülmaschine

Bei 21,4 °dH in Saal: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Mecklenburg-Vorpommern

Saal liegt mit 21,4 °dH 3,6 °dH über dem Durchschnitt (17,8 °dH).

Saal
21,4
Mecklenburg-Vor...
17,8

Vergleich mit Deutschland

Saal liegt mit 21,4 °dH 6,7 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Saal
21,4
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Wustrow, Ostseebad 21,4 °dH hart
Lüdershagen 21,4 °dH hart
Born a. Darß, Seebad 21,4 °dH hart
Ribnitz-Damgarten, Bernsteinstadt 14 °dH mittel
Dierhagen, Ostseebad 16,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Saal

21,4 °dH — was steckt dahinter? Saal liegt auf dem Festland der Vorpommerschen Boddenlandschaft, dort, wo die letzte Eiszeit den Untergrund aus Moränen, Sanden und Geschiebemergel zusammengeschoben hat. Aus diesen Schichten löst sich viel Calcium und Magnesium ins Grundwasser. Dazu kommt der Einfluss der Bodden- und Niederungslandschaft zwischen der Recknitz und den flachen Küstenbereichen Richtung Barhöft und Ribnitz-Damgarten. Das Wasser nimmt auf seinem Weg durch die eiszeitlichen Ablagerungen mehr Mineralien auf als in den sandigen Küstenorten der Umgebung. Darum fällt der Härtewert hier deutlich in den harten Bereich. Saal liegt damit nicht auf weichem Marsch- oder Moorboden, sondern auf einem geologisch wechselhaften Untergrund, der das Rohwasser spürbar prägt. Das Trinkwasser kommt aus dem regionalen Netz des Zweckverbands Wasser/Abwasser Boddenküste. Versorgt wird Saal über Grundwasser aus Brunnen im Verbandsgebiet, aufbereitet und über das Leitungsnetz in die Orte der südlichen Boddenküste verteilt. Die genaue Mischung stammt aus den Gewinnungsanlagen im Umland des Versorgers, nicht aus einer Talsperre und nicht aus Fernwasserleitungen. Saal hängt damit an derselben regionalen Infrastruktur wie mehrere Nachbarorte im Landkreis Vorpommern-Rügen, bleibt aber bei der Härte etwas oberhalb mancher Küstenstandorte, die stärker von sandigen, kalkärmeren Böden profitieren. Die Nähe zu den Niederungen der Recknitz und zu den eiszeitlichen Ablagerungen erklärt den Unterschied: In Orten mit lockeren Sanden ist das Wasser oft weicher, hier in Saal bringt der Untergrund mehr Härte ins Glas. Im Vergleich mit dem übrigen Mecklenburg-Vorpommern steht Saal auf der härteren Seite. Viele Orte im Land, besonders auf den sandigen Inseln und in weiten Niederungsräumen, kommen mit mittleren Werten aus. Saal dagegen liegt in einer Zone, in der Geschiebemergel und mineralreiche Grundwasserleiter stärker durchschlagen. Das macht den Ort wassergeologisch näher an den kalkhaltigen Böden des Binnenlands als an den weichen Küstenstandorten der Boddeninseln. Wer hier aus dem Hahn trinkt, bekommt also ein regionales Grundwasser, das die Eiszeit im Untergrund bis heute sichtbar mitgeschrieben hat.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasser/Abwasser Boddenküste

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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