Wasserhärte in Schliengen

PLZ 79418 · Lörrach, Baden-Württemberg

15 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Zweckverband Gruppenwasserversorgung Hohlebach-Kandertal

Website

Praktische Tipps bei 15 °dH

Spülmaschine

Bei 15 °dH in Schliengen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Schliengen liegt mit 15 °dH 0,9 °dH unter dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Schliengen
15
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Schliengen liegt mit 15 °dH genau im bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Schliengen
15
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Bad Bellingen 14,4 °dH mittel
Auggen 14,8 °dH hart
Müllheim im Markgräflerland 11,4 °dH mittel
Neuenburg am Rhein 13 °dH mittel
Kandern 16,5 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Schliengen

Die Wasserversorgung in Schliengen stammt aus dem Netz des Zweckverbands Gruppenwasserversorgung Oberes Markgräflerland, der Trinkwasser aus den Quell- und Brunnengebieten am Schwarzwaldrand und aus den Fassungen im Markgräflerland einspeist. Maßgeblich sind dabei die Quellen im Gebiet von Kandern und Sitzenkirch sowie mehrere Tiefbrunnen im Rheintalraum, deren Wasser über Aufbereitung und Verbundleitungen bis nach Schliengen gelangt. Ergänzt wird die Versorgung je nach Betriebszustand durch Zukauf aus dem regionalen Verbund, der die Ortsteile und die höher gelegenen Lagen zuverlässig mitliefert. Der Weg des Wassers ist also klar regional geprägt: Es kommt nicht aus einem fernen Großsystem, sondern aus den wasserführenden Schichten zwischen Schwarzwald, Vorbergzone und Oberrheinebene. Der Härtewert von 15 °dH passt genau zu dieser geologischen Lage. Schliengen liegt dort, wo der Schwarzwald mit seinen kristallinen Gesteinen auf die kalkreichen Ablagerungen der Rheinebene trifft. Im Untergrund wechseln Kies, Sand, Löss und Mergel mit kalkhaltigen Schichten. Auf dem Weg durch diese Böden nimmt das Wasser Calcium und Magnesium auf. Auch der Einfluss des Rheins und seiner alten Schotterterrassen ist spürbar, denn die Niederterrasse speist den Grundwasserleiter mit Mineralien aus dem umliegenden Material. So entsteht ein deutlich härteres Wasser als in den reinen Schwarzwaldorten oberhalb des Markgräflerlands, wo Quellwasser aus Granit- und Gneisgebieten oft weicher ausfällt. Schliengen liegt damit zwischen zwei Wasserwelten. Richtung Malsburg-Marzell, Kleines Wiesental oder die Hochlagen des Südschwarzwalds ist das Wasser meist weicher, weil dort kaum Kalk im Untergrund steckt. Richtung Neuenburg am Rhein, Bad Bellingen und entlang der Rheinebene steigt die Härte, weil die Grundwasserleiter mineralreicher sind. Gegenüber vielen Orten in Baden-Württemberg liegt Schliengen im oberen Bereich der Härteskala, aber noch unter den extrem kalkreichen Versorgungen mancher Jurastandorte. Der Ort am Rand des Markgräflerlands bekommt also ein Wasser, das seine Herkunft offen zeigt: geprägt von Schwarzwaldzuflüssen, Rheinschottern und kalkhaltigen Böden des Oberrheins.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Gruppenwasserversorgung Hohlebach-Kandertal

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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