Wasserhärte in Schwalmtal

PLZ 36318 · Vogelsbergkreis, Hessen

10,9 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Gruppenwasserwerk Lauter

Website

Praktische Tipps bei 10,9 °dH

Spülmaschine

Bei 10,9 °dH in Schwalmtal: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Hessen

Schwalmtal liegt mit 10,9 °dH 4,8 °dH unter dem Durchschnitt (15,7 °dH).

Schwalmtal
10,9
Hessen
15,7

Vergleich mit Deutschland

Schwalmtal liegt mit 10,9 °dH 3,8 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Schwalmtal
10,9
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Alsfeld 10,8 °dH mittel
Lauterbach (Hessen) 10,1 °dH mittel
Romrod 10,6 °dH mittel
Wartenberg 12,3 °dH mittel
Grebenau 11,3 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Schwalmtal

Unter Schwalmtal liegen keine Kalkbänke wie in klassischen Karstgebieten, sondern vor allem Buntsandstein und jüngere Deckschichten aus Lösslehm und Ton. Diese Schichten stammen aus der langen Abtragung des Vogelsbergs und aus eiszeitlichem Staub, der sich auf den Hochflächen ablagerte. Der Vogelsberg selbst ist ein Basaltmassiv, doch im Tal der Schwalm mischen sich die mineralarmen Sandsteine des Untergrunds mit feineren, teils kalkhaltigen Sedimenten aus den Randlagen. Genau daraus ergibt sich die Wasserhärte von 10,9 °dH: Das Wasser nimmt unterwegs nur mäßig viele Calcium- und Magnesiumionen auf, weil es nicht durch reine Kalkstöcke, sondern durch wechselnde Sand-, Mergel- und Lehmschichten sickert. Die Schwalm und ihre Nebengewässer prägen den Untergrund zusätzlich, denn sie entwässern ein Gebiet, in dem Basaltverwitterung, Auenlehme und sandige Lagen dicht nebeneinander liegen. So bleibt das Wasser spürbar mineralisiert, aber eben nicht hart wie in reinen Kalklandschaften. Das Trinkwasser kommt im Raum Schwalmtal aus dem Netz des Zweckverbands Gruppenwasserwerk Lauter, der den südlichen Vogelsberg und Teile des Schwalm-Eder-Raums versorgt. Die Förderung erfolgt aus Tiefbrunnen und Quellgebieten im Einzugsraum des Vogelsbergs; das Rohwasser wird über Aufbereitung und Verbundleitungen in die Ortsnetze gebracht. Schwalmtal hängt damit an einer regionalen Wasserversorgung, die auf den wasserreichen Basaltkörper des Vogelsbergs setzt und nicht auf eine einzelne Talsperre oder einen fernen Fernwasserstrom. Der Bezug ist deshalb eng an die örtliche Geologie gekoppelt: Regen versickert auf den Basaltkuppen, sammelt sich in Kluftsystemen und tritt in tieferen Lagen wieder als Grundwasser zutage. Gegenüber Nachbarorten im Vogelsbergkreis fällt Schwalmtal mit seinem mittleren Härtebereich zwischen weicheren und etwas kräftiger mineralisierten Werten auf. Orte mit stärkerem Basalt- oder Quellwassereinfluss liegen oft etwas unter diesem Wert, während Gemeinden mit mehr kalkigen Sedimenten in den Randbereichen des Kreises teils härteres Wasser haben. Auch im Vergleich zu vielen hessischen Regionen westlich des Vogelsbergs ist Schwalmtal nicht auffallend weich, aber klar weniger kalkreich als Gebiete, die stärker von Muschelkalk und Löss bestimmt sind. Der Standort am Rand der Schwalm, zwischen den Höhen des Vogelsbergs und den flacheren Talböden, macht das Wasser hier zu einem typischen Produkt dieser Übergangslandschaft: regional gefasst, geologisch gemischt, mittelhart.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Gruppenwasserwerk Lauter

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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