Wasserhärte in Sponholz

PLZ 17039 · Mecklenburgische Seenplatte, Mecklenburg-Vorpommern

24 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Wasser- und Abwasserzweckverband Neubrandenburg

Website

Praktische Tipps bei 24 °dH

Spülmaschine

Bei 24 °dH in Sponholz: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Mecklenburg-Vorpommern

Sponholz liegt mit 24 °dH 6,2 °dH über dem Durchschnitt (17,8 °dH).

Sponholz
24
Mecklenburg-Vor...
17,8

Vergleich mit Deutschland

Sponholz liegt mit 24 °dH 9,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Sponholz
24
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Pragsdorf 18,7 °dH hart
Neuenkirchen 18,4 °dH hart
Cölpin 18,7 °dH hart
Neubrandenburg, Vier-Tore-Stadt 18,4 °dH hart
Burg Stargard 18,5 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Sponholz

Unter Sponholz liegt ein Landschaftsarchiv der Eiszeit. Der Untergrund besteht vor allem aus Grundmoräne mit Geschiebemergel, daneben aus Sanden und kiesigen Lagen, die das Eis aus Skandinavien hier abgelagert hat. Als die Gletscher abschmolzen, blieben diese Schichten als wellige Endmoränenlandschaft zurück. Kalkhaltige Partikel aus dem Mergel lösen sich im Bodenwasser und reichern das Grundwasser mit Calcium und Magnesium an. Genau deshalb erreicht das Trinkwasser hier 24 °dH und fällt klar in den harten Bereich. Die umgebenden Ackerflächen und feinkörnigen Böden bremsen den schnellen Abfluss, sodass das Wasser länger mit den mineralreichen Schichten in Kontakt bleibt. Flüsse wie die Datze und kleinere Niederungsgräben prägen die Gegend, doch sie liefern kein Trinkwasser; entscheidend ist das Grundwasser, das durch die eiszeitlichen Ablagerungen wandert. Sponholz bezieht sein Trinkwasser über den zuständigen Zweckverband aus örtlichen Grundwasserbrunnen im Verbandsnetz der Mecklenburgischen Seenplatte, typischerweise aus gefassten Tiefbrunnen in den sandigen und kiesigen Quartärschichten, die unter den Moränen liegen. Das Rohwasser wird gefördert, aufbereitet und in das Leitungsnetz eingespeist. Talsperren spielen hier keine Rolle, Quellen ebenso wenig. Die Versorgung ist damit eng an das regionale Grundwasser gebunden, nicht an Fernwasser aus anderen Landesteilen. Gerade diese Nähe zu mineralreichen Grundwasserleitern prägt den Charakter des Wassers vor Ort und erklärt, warum der Härtewert nicht niedrig ausfällt. Gegenüber vielen Orten in Mecklenburg-Vorpommern liegt Sponholz am härteren Ende. Küstennahe und stärker sandige Gebiete mit geringerer Mergel- und Kalkbeimengung kommen oft auf weicheres Wasser. Im Binnenland der Mecklenburgischen Seenplatte, besonders in moränengeprägten Dörfern zwischen Neubrandenburg und den offenen Sanderflächen, steigt die Härte häufiger an. Sponholz steht damit exemplarisch für das östliche Binnenland: wenig oberflächliche Gewässer als Trinkwasserquelle, dafür tiefes Grundwasser aus eiszeitlich gestapelten Schichten. Die Geologie schreibt hier den Geschmack, die Mineralik und den Härtewert bis heute vor.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasser- und Abwasserzweckverband Neubrandenburg

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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