Wasserhärte in Starnberg, St

PLZ 82319 · Starnberg, Bayern

18 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Wasserwerk Starnberg

Website

Praktische Tipps bei 18 °dH

Spülmaschine

Bei 18 °dH in Starnberg, St: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Starnberg, St liegt mit 18 °dH 0,7 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Starnberg, St
18
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Starnberg, St liegt mit 18 °dH 3,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Starnberg, St
18
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Berg 18,5 °dH hart
Pöcking 18,5 °dH hart
Feldafing 18,2 °dH hart
Gauting 18,3 °dH hart
Schäftlarn 17 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Starnberg, St

Zwischen Würm, Starnberger See und den Moränenhügeln des Alpenvorlands prägt vor allem die Eiszeit den Untergrund von Starnberg. Die Schotter und Kieslagen sind zwar gute Speicher für Grundwasser, doch sie liegen nicht wie ein reiner Kalksteinfilter unter der Stadt, sondern mischen sich mit mergeligen und kalkreichen Sedimenten aus der Molassezone. Genau daraus kommt der harte Charakter des Trinkwassers mit 18 °dH: Das Wasser nimmt auf seinem Weg durch kalkige Ablagerungen aus dem Alpenvorland viel Calcium und Magnesium auf. Auch die Nähe zum Seegebiet und zu den Talräumen der Würm sorgt dafür, dass sich das Grundwasser ständig neu bildet, aber mineralisch deutlich geprägt bleibt. Der Wasserreichtum der Landschaft ist also kein weiches Quellwasser, sondern ein Produkt aus Moränen, Schottern und kalkhaltigen Schichten südlich von München. Das Trinkwasser für Starnberg stammt aus dem Netz des Ammersee-Wasserversorgungsverbands, der die Stadt über seine Gewinnungsanlagen im Raum des Ammersees und aus tiefen Brunnen im voralpinen Schotterfeld speist. Das Wasser wird dort gefasst, aufbereitet und über das Verbundnetz an Starnberg geliefert. Die Stadt liegt damit nicht an einer großen Talsperre und auch nicht an einem einzelnen Gebirgsquellsystem, sondern an einem regionalen Verbund, der auf geschützte Grundwasservorkommen setzt. Gerade diese Kombination aus Brunnenwasser und den kalkreichen Schichten des Alpenvorlands erklärt, warum der Härtewert hier höher ausfällt als in vielen anderen Teilen Oberbayerns. Gegenüber Nachbarorten wie Berg, Feldafing oder Tutzing zeigt Starnberg ein ähnliches Bild, weil der ganze Westuferraum des Sees im gleichen eiszeitlich geformten Grundwasserband liegt. Trotzdem kann der Härtegrad je nach Versorgungsgebiet spürbar schwanken: In München liegt das Wasser oft weicher, weil dort zusätzlich Quellwasser aus den Alpen eingespeist wird, während in Starnberg der regionale Grundwassercharakter stärker durchschlägt. Im Landkreis Starnberg bleibt das Trinkwasser damit typisch für das voralpine Hügelland, aber deutlich härter als in vielen Regionen mit Moorböden, Sandflächen oder alpinem Schmelzwasseranteil. Der Ort trinkt also kein beliebiges Oberlandwasser, sondern eines, das die kalkige Handschrift von See, Moränen und Schottern trägt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserwerk Starnberg

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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