Wasserhärte in Schäftlarn

PLZ 82069 · München, Bayern

17 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Stadtwerke München

Website

Praktische Tipps bei 17 °dH

Spülmaschine

Bei 17 °dH in Schäftlarn: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Schäftlarn liegt mit 17 °dH genau im Durchschnitt (17,3 °dH).

Schäftlarn
17
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Schäftlarn liegt mit 17 °dH 2,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Schäftlarn
17
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Icking 18 °dH hart
Baierbrunn 18 °dH hart
Straßlach-Dingharting 18 °dH hart
Forstenrieder Park 16 °dH hart
Grünwalder Forst 16 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Schäftlarn

Unter Schäftlarn liegt keine junge Sandebene, sondern ein Untergrund aus Moränenschotter, Kies und älteren kalkreichen Ablagerungen des Alpenvorlands. Diese Schichten stammen aus den Gletschern der Eiszeiten, die Material aus den Kalkalpen nach Norden schoben und im Vorland wieder ablagerten. Dazu kommen Mergel und feinkörnige Zwischenschichten aus dem Molassebecken, die das Wasser länger im Boden halten. Genau dort setzt die Härte an: Regen und Sickerwasser lösen aus Kalk und Dolomit Magnesium und Calcium, und die Isar sowie ihr Vorland haben über lange Zeit solche Mineralien in die Schichten eingetragen. Darum liegt Schäftlarn mit 17 °dH klar im harten Bereich, während Orte mit stärker sandigen oder jüngeren Schichten oft weicheres Wasser haben. Das Trinkwasser kommt aus dem Netz der Stadtwerke München, die im südlichen Umland vor allem auf Grundwasser aus dem Mangfalltal und weiteren geschützten Gewinnungsgebieten setzen. Dort wird in mehreren Fassungen und Brunnen Wasser aus kiesigen, gut durchlässigen Schottern gefördert, natürlich gefiltert und in München aufbereitet. Von dort gelangt es auch nach Schäftlarn. Der Ort hängt damit an einem großräumigen System, nicht an einer kleinen örtlichen Einzelquelle. Die Nähe zur Isar und zu den eiszeitlichen Schotterkörpern prägt die Mineralität des Wassers spürbar und erklärt den harten Charakter. Verglichen mit vielen Nachbarorten im Landkreis München fällt Schäftlarn durch diesen eher kräftigen Mineralgehalt auf. In Richtung der Münchner Schotterebene und in Orten mit stärker von reinen Kies- und Sandlagen geprägtem Untergrund sind die Werte oft niedriger, weil dort weniger Kalk aus dem Boden ins Wasser gelangt. Im bayerischen Vergleich liegt Schäftlarn deutlich über Regionen, die von Granit, Buntsandstein oder sehr jungen, kalkarmen Ablagerungen bestimmt werden. Der Ort steht damit typisch für das südliche Münchner Vorland: eiszeitlich geformt, kalkreich, vom Isarraum beeinflusst und mit Trinkwasser aus einem großräumigen Münchner Versorgungsverbund.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke München

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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