Wasserhärte in Sundhagen

PLZ 18519 · Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern

21,4 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

REWA Regionale Wasser- und Abwasser GmbH

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Praktische Tipps bei 21,4 °dH

Spülmaschine

Bei 21,4 °dH in Sundhagen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Mecklenburg-Vorpommern

Sundhagen liegt mit 21,4 °dH 3,6 °dH über dem Durchschnitt (17,8 °dH).

Sundhagen
21,4
Mecklenburg-Vor...
17,8

Vergleich mit Deutschland

Sundhagen liegt mit 21,4 °dH 6,7 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Sundhagen
21,4
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Mesekenhagen 22,8 °dH hart
Poseritz 23 °dH hart
Zarrendorf 24 °dH hart
Gustow 23,2 °dH hart
Wittenhagen 21,4 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Sundhagen

21,4 °dH — was steckt dahinter? Unter Sundhagen liegt kein junges, leicht auswaschbares Lockergestein, sondern ein eiszeitlich geprägter Untergrund aus Grundmoränen, Sanden, Kiesen und tonigen Lagen. Die Schmelzwässer der letzten Eiszeiten haben hier viel Kalk aus dem norddeutschen Tiefland eingetragen. Dazu kommen Grundwasserleiter, die mit karbonathaltigem Material in Kontakt stehen und auf dem Weg zur Förderung Mineralien lösen. Genau deshalb fällt das Wasser in Sundhagen hart aus. Die Nähe zur Boddenküste und zu den flachen Niederungen der Vorpommerschen Landschaft ändert daran wenig, weil die örtlichen Aquifere nicht von Flusswasser, sondern von grundwasserführenden Schichten gespeist werden. Die Randlage zwischen Greifswalder Bodden, Ryck und den Niederungen Richtung Stralsund bringt also keine weichen Mittelgebirgswässer, sondern ein geologisch „gereiftes“ Grundwasser mit deutlich spürbarer Härte. Konkretes Trinkwasser kommt im Gemeindegebiet über den regionalen Netzverbund von den Wasserwerken des Zweckverbands Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen, kurz ZWAR, beziehungsweise von angeschlossenen Vorpommern-Leitungen, je nach Ortsteil und Netzabschnitt. Die Förderung erfolgt aus Tiefbrunnen in grundwasserreichen Sand- und Kieshorizonten, nicht aus Talsperren oder Bergquellen. In Sundhagen speist dieses Netz die Ortsteile über Druckzonen, die auch an Stralsund und die umliegenden Versorgungsräume angebunden sind. Damit unterscheidet sich die Gemeinde deutlich von Regionen, die Oberflächenwasser nutzen oder auf sehr kalkarme Fördergebiete zurückgreifen. Der Härtewert bleibt deshalb höher als in vielen Küsten- und Inselbereichen Mecklenburg-Vorpommerns, wo einzelne Wassernetze teils geringere Mineralisierung aufweisen. Im Vergleich zu den Nachbarorten zeigt sich das Profil klar: Richtung Stralsund und an Teilen des Rügenschen Festlands sind die Werte oft ähnlich, weil dieselben eiszeitlichen Ablagerungen und zusammenhängenden Grundwasserleiter wirken. Innerhalb Vorpommern-Rügens gehört Sundhagen damit eher zur härteren Wasserzone als zu den weicheren Ausnahmen im Norden des Landes. Der Unterschied entsteht nicht an der Oberfläche, sondern tief im Boden: dort, wo die Gletscher der Eiszeit Moränen, Sande und Kalkpartikel hinterlassen haben. Sundhagen bezieht daraus ein Wasser, das geologisch eng mit der Landschaft rund um den Greifswalder Bodden verbunden ist und sich im Härtebild deutlich von kalkärmeren Landesteilen Mecklenburg-Vorpommerns absetzt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: REWA Regionale Wasser- und Abwasser GmbH

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