Wasserhärte in Wangerland

PLZ 26434 · Friesland, Niedersachsen

7,1 °dH
weich
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband (OOWV)

Website

Praktische Tipps bei 7,1 °dH

Spülmaschine

Bei 7,1 °dH in Wangerland reicht Stufe 1 (weich). Weniger Klarspüler und Regeneriersalz nötig. Entkalkung alle 6 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der niedrigsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Kein Enthärter nötig.

Wasserkocher

Entkalkung alle 2-3 Monate ausreichend. Wenig Kalkablagerung zu erwarten.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 1 einstellen. Entkalkung nach Herstellerangabe, ca. alle 3-6 Monate.

Aquarium

Ideal für Weichwasser-Fische wie Neons, Diskus und die meisten Salmler. Für Malawi-Cichliden zu weich.

Zimmerpflanzen

Weiches Wasser vertragen die meisten Pflanzen gut, besonders Orchideen, Azaleen und Farne. Leitungswasser direkt verwenden.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist für die Zubereitung von Säuglingsnahrung grundsätzlich geeignet. Lassen Sie das Wasser vor der Verwendung kurz ablaufen, bis es kühl aus der Leitung kommt. Ein Wasserfilter ist bei dieser Härte nicht nötig.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Niedersachsen

Wangerland liegt mit 7,1 °dH 5,9 °dH unter dem Durchschnitt (13 °dH).

Wangerland
7,1
Niedersachsen
13

Vergleich mit Deutschland

Wangerland liegt mit 7,1 °dH 7,6 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Wangerland
7,1
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Jever 6,4 °dH weich
Wittmund 6,8 °dH weich
Werdum 6,8 °dH weich
Schortens 6,9 °dH weich
Wangerooge, Nordseebad 6,5 °dH weich

Wissenswertes über das Wasser in Wangerland

Zwischen Nordsee, Marsch und den flachen Geestrücken des friesischen Küstenlands formt das Wasser in Wangerland seinen Weg durch junge, sandige und teils moorige Schichten. Die Gegend wirkt eben, doch unter den Feldern liegen Ablagerungen aus Sand, Klei und Geschiebemergel, die Regenwasser rasch versickern lassen und zugleich nur wenig kalkreiches Material freigeben. Genau darin liegt der Grund für den Härtewert von 7,1 °dH: Das Grundwasser nimmt auf seinem Weg wenig Calcium und Magnesium auf, weil die Böden im Landkreis Friesland deutlich ärmer an löslichem Kalk sind als in vielen Gegenden Niedersachsens. Die Nähe zur Küste, die Entwässerungsgräben und die alten Marschlandschaften rund um Hooksiel, Horumersiel und das Hinterland von Jever prägen das Wasser ebenso wie die stillen Niederungen, in denen sich Niederschläge sammeln und langsam in die Grundwasserleiter einsickern. Das Trinkwasser stammt hier aus dem Netz des OOWV, des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands. Versorgt wird Wangerland über regionale Gewinnungsanlagen des Verbands in Friesland und dem weiteren Verbandsgebiet, wo Grundwasser aus geschützten Brunnen gefördert, aufbereitet und in das Leitungsnetz eingespeist wird. Talsperren spielen an dieser Küste keine Rolle, Quellen ebenfalls nicht in dem Maß wie in Mittelgebirgsregionen; entscheidend sind tiefe Brunnen in sandigen Grundwasserleitern, die durch die Küstenlage und die glazial geprägten Ablagerungen einen vergleichsweise weichen Charakter behalten. Dass der Wert bei 7,1 °dH liegt, passt zu dieser Herkunft: wenig Kalk im Untergrund, viel Sand, viel Versickerung, wenig harte Gesteinsauflösung. Gegenüber Nachbarorten im Binnenland fällt Wangerland damit eher weich aus. Richtung Oldenburg und in Teilen des südlichen Niedersachsens steigen die Härtewerte oft stärker an, weil dort kalkhaltigere Schichten und mächtigere Grundwasserleiter das Wasser mineralischer machen. An der friesischen Küste bleibt das Trinkwasser meist zurückhaltender im Mineralgehalt, auch im Vergleich zu Orten mit ausgeprägteren Geesträndern oder tieferen kalkführenden Schichten. Wangerland steht damit typisch für die nordwestdeutsche Küstenzone: frisch aus dem Grundwasser gewonnen, regional organisiert, klar vom Marsch- und Geestboden geprägt und merklich weicher als viele Orte weiter im Landesinneren.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband (OOWV)

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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