Wasserhärte in Jever

PLZ 26441 · Friesland, Niedersachsen

6,4 °dH
weich
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband (OOWV)

Website

Praktische Tipps bei 6,4 °dH

Spülmaschine

Bei 6,4 °dH in Jever reicht Stufe 1 (weich). Weniger Klarspüler und Regeneriersalz nötig. Entkalkung alle 6 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der niedrigsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Kein Enthärter nötig.

Wasserkocher

Entkalkung alle 2-3 Monate ausreichend. Wenig Kalkablagerung zu erwarten.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 1 einstellen. Entkalkung nach Herstellerangabe, ca. alle 3-6 Monate.

Aquarium

Ideal für Weichwasser-Fische wie Neons, Diskus und die meisten Salmler. Für Malawi-Cichliden zu weich.

Zimmerpflanzen

Weiches Wasser vertragen die meisten Pflanzen gut, besonders Orchideen, Azaleen und Farne. Leitungswasser direkt verwenden.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist für die Zubereitung von Säuglingsnahrung grundsätzlich geeignet. Lassen Sie das Wasser vor der Verwendung kurz ablaufen, bis es kühl aus der Leitung kommt. Ein Wasserfilter ist bei dieser Härte nicht nötig.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Niedersachsen

Jever liegt mit 6,4 °dH 6,6 °dH unter dem Durchschnitt (13 °dH).

Jever
6,4
Niedersachsen
13

Vergleich mit Deutschland

Jever liegt mit 6,4 °dH 8,3 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Jever
6,4
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Schortens 6,9 °dH weich
Wittmund 6,8 °dH weich
Wangerland 7,1 °dH weich
Sande 6,9 °dH weich
Friedeburg 6,9 °dH weich

Wissenswertes über das Wasser in Jever

Unter Jever liegen junge Lockersedimente aus Eiszeit und Nachzeit: Sand, schluffiger Lehm, örtlich auch Mergelreste aus dem Untergrund, dazu ausgedehnte Geestablagerungen, die der Norden Frieslands während der Kaltzeiten aufgeschoben bekam. Der Untergrund ist arm an Kalk. Das Regenwasser versickert rasch durch die sandigen Böden und nimmt dabei nur wenig gelöstes Calcium und Magnesium auf. So entsteht der weiche Wert von 6,4 °dH. Auch die flachen Niederungsräume zwischen Jever, Schortens und Sande liefern kaum harte Mineralien nach. Die Nähe zur Nordsee prägt das Klima, nicht aber eine kalkreiche Gesteinskulisse. Anders als in Teilen des südlichen und östlichen Niedersachsen fehlen hier mächtige Kalk- oder Gipsfolgen, die das Wasser spürbar härter machen würden. Das Trinkwasser stammt aus dem Verbund der Friesenstrom Wasserversorgungs GmbH. Versorgt wird Jever aus Grundwasserbrunnen in den wasserarmen Geest- und Sandgebieten des Landkreises Friesland und aus dem regionalen Leitungsnetz, das mehrere Förderstandorte zusammenführt. Die Förderbrunnen liegen in tiefen, geschützten Grundwasserleitern, wo das Wasser durch Sand- und Kieslagen natürlich gefiltert wird. Flüsse wie die Harle oder die Jade tragen hier nicht direkt zum Trinkwasser bei, sie prägen vor allem die Landschaft und die Entwässerung. Entscheidend sind die unterirdischen Sandkörper, nicht offene Gewässer oder Talsperren. Das macht den Versorgungsraum rund um Jever deutlich anders als Orte mit Wasser aus Harz oder Weserbergland, wo aufbereitete Oberflächenwässer oder härteres Grundwasser häufiger vorkommen. Im Vergleich zu Nachbarorten im Landkreis Friesland bleibt Jever im weichen Bereich, liegt aber nicht am alleruntersten Ende der Skala. Die Werte bewegen sich hier meist unter dem, was in kalkreicheren Landesteilen Niedersachsens üblich ist. In der Marsch Richtung Wangerland oder in küstennahen Gebieten sind die Böden noch stärker von Sand, Schlick und Entwässerungsgräben geprägt, während in den Geestlagen um Jever das Grundwasser aus etwas älteren, mineralisch etwas reicheren Sandschichten kommt. Gegenüber Orten mit Löss, Muschelkalk oder Harz-Zuflüssen fällt Jever deshalb klar durch sein weiches Wasser auf. Der Ort steht damit für die nordfriesische Sandlandschaft: wenig Kalk im Boden, viel Durchlässigkeit, kurze Wege des Regenwassers zum Grundwasser und ein Trinkwasser, das aus regionalen Brunnen stammt und nicht aus großen Fernwasseranlagen.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband (OOWV)

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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