Wasserhärte in Werda

PLZ 08223 · Vogtlandkreis, Sachsen

8,2 °dH
weich
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasser und Abwasser Vogtland

Website

Praktische Tipps bei 8,2 °dH

Spülmaschine

Bei 8,2 °dH in Werda reicht Stufe 1 (weich). Weniger Klarspüler und Regeneriersalz nötig. Entkalkung alle 6 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der niedrigsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Kein Enthärter nötig.

Wasserkocher

Entkalkung alle 2-3 Monate ausreichend. Wenig Kalkablagerung zu erwarten.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 1 einstellen. Entkalkung nach Herstellerangabe, ca. alle 3-6 Monate.

Aquarium

Ideal für Weichwasser-Fische wie Neons, Diskus und die meisten Salmler. Für Malawi-Cichliden zu weich.

Zimmerpflanzen

Weiches Wasser vertragen die meisten Pflanzen gut, besonders Orchideen, Azaleen und Farne. Leitungswasser direkt verwenden.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist für die Zubereitung von Säuglingsnahrung grundsätzlich geeignet. Lassen Sie das Wasser vor der Verwendung kurz ablaufen, bis es kühl aus der Leitung kommt. Ein Wasserfilter ist bei dieser Härte nicht nötig.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Sachsen

Werda liegt mit 8,2 °dH 6,6 °dH unter dem Durchschnitt (14,8 °dH).

Werda
8,2
Sachsen
14,8

Vergleich mit Deutschland

Werda liegt mit 8,2 °dH 6,5 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Werda
8,2
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Tirpersdorf 7,6 °dH weich
Neustadt/Vogtl. 8,2 °dH weich
Grünbach 8,2 °dH weich
Bergen 8,2 °dH weich
Schöneck/Vogtl. 8,2 °dH weich

Wissenswertes über das Wasser in Werda

Unter Werda liegt kein Kalkstock, sondern das harte Grundgebirge des Vogtlands. Vor allem Gneis, Glimmerschiefer und andere kristalline Schiefer prägen den Untergrund; darüber lagern nur dünne, saure Verwitterungsböden und örtlich eiszeitlich verfrachtete Lockersedimente. Diese Gesteine stammen aus der variszischen Gebirgsbildung und wurden später im Vogtland durch Bruchtektonik angehoben und zerschnitten. Regenwasser sickert deshalb zügig durch klüftiges Gestein, löst kaum Calcium und Magnesium heraus und bleibt mineralarm. Genau daraus entsteht der Härtewert von 8,2 °dH. Die Bäche der Umgebung, kleine Zuläufe zur Göltzsch und weiter zur Weißen Elster, fließen ebenfalls durch dieses silikatische Gelände und bringen keine nennenswerten Kalkfrachten mit. Werda unterscheidet sich damit klar von Gegenden in Sachsen, die auf Löss, Kreide oder kalkreichen Sedimenten stehen und deutlich härteres Wasser führen. Das Trinkwasser kommt hier aus dem regionalen Netz des Zweckverbands Wasser und Abwasser Vogtland. Die Versorgung im Gebiet um Werda wird über das Verbandsnetz mit Wasser aus dem Wasserwerk Muldenberg und dem Talsperrensystem der Mulde gespeist; ergänzt wird das Angebot je nach Netzabschnitt durch weitere vogtländische Gewinnungsanlagen und Verbundleitungen. Entscheidend ist, dass das Rohwasser aus den höher gelegenen Einzugsgebieten des Vogtlands stammt, wo Wälder, Granit, Gneis und Schiefer statt Kalk die Hydrochemie bestimmen. Dadurch bleibt das Wasser weich und klar mineralisiert, ohne die Härtespitzen, wie sie in anderen Teilen Sachsens aus tieferen Kalk- oder Lösslandschaften bekannt sind. Gegenüber den Nachbarorten im oberen Vogtland wirkt Werda wasserchemisch eher zurückhaltend. Orte mit stärkerem Einfluss aus Talfüllungen oder mit anderen Netzmischungen erreichen teils andere Härtebereiche, doch Werda bleibt wegen des kristallinen Untergrunds und der Einbindung in das Muldenberg-Verbundsystem im weichen Bereich. Der Unterschied zum sächsischen Durchschnitt ist deutlich: Viele Regionen des Freistaats liegen auf lössreichen Flächen oder auf sedimentären Gesteinen, die mehr Erdalkalien ins Wasser geben. Werda profitiert dagegen von seiner Lage auf dem alten Vogtlandmassiv. Dort bestimmen Gneisrücken, schmale Täler und wenig kalkhaltige Böden die Wasserchemie bis zum Hahn.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasser und Abwasser Vogtland

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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