Wasserhärte in Alling

PLZ 82239 · Fürstenfeldbruck, Bayern

22 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Gemeindewerke Alling

Website

Praktische Tipps bei 22 °dH

Spülmaschine

Bei 22 °dH in Alling: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Alling liegt mit 22 °dH 4,7 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Alling
22
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Alling liegt mit 22 °dH 7,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Alling
22
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Puchheim, St 17,7 °dH hart
Gilching 18 °dH hart
Eichenau 17,7 °dH hart
Germering, GKSt 19 °dH hart
Emmering 17,7 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Alling

Die Gemeindewerke Alling beziehen ihr Trinkwasser aus dem würmzeitlichen Grundwasserstock des westlichen Münchner Schotterfelds. Gefördert wird es aus eigenen Tiefbrunnen im Gemeindegebiet und aus dem nahen Einzugsraum der Amper-Schotterebene, wo mächtige Kies- und Sandlagen das Niederschlagswasser rasch versickern lassen. Unter der Oberfläche liegt kein Kalkgebirge, sondern ein Paket aus jungen Schottern, darüber lehmige Deckschichten und lokal tonige Einschlüsse. Genau dort nimmt das Wasser auf seinem Weg durch die kalkreichen Kieskörper viel Calcium und Magnesium auf. So kommt Alling auf 22 °dH. Der Härtewert passt zu dieser Landschaft zwischen Amper, Würm und den Moränenzügen des nördlichen Alpenvorlands. Südlich und östlich prägen die eiszeitlichen Ablagerungen der Münchner Schotterebene den Untergrund, und im Westen steigen die Grundwasserleiter in Richtung Emmering und Olching weiter in denselben lockeren Kiesen an. Hartes Wasser ist hier kein Zufall, sondern Folge der geologischen Schichten, durch die das Wasser über Jahre und Jahrzehnte wandert. Lieferant vor Ort ist die Gemeinde selbst über die Gemeindewerke Alling. Das Wasser stammt nicht aus Talsperren oder weit entfernten Quellfassungen, sondern aus lokalen Brunnen, die auf die sauberen Grundwasserhorizonte im Schotter zugreifen. Diese Nähe zur eigenen Gewinnung macht Alling deutlich unabhängiger als viele Orte, die ihr Trinkwasser über große Verbünde aus dem Alpenvorland oder aus Quellgebieten südlich von München beziehen. Gerade im Landkreis Fürstenfeldbruck zeigt sich der Unterschied an der Geologie. Wo im westlichen Landkreis die Schotterdecken und Grundwasserströme dominieren, liefern Orte mit stärkerem Voralpenbezug oft weicheres Wasser aus Quellgebieten. Alling liegt dazwischen nicht im Kalk der Berge, aber auch nicht in den großen Fernwassersträngen der Landeshauptstadt. Der Ort trinkt sein Wasser aus dem, was unter den Feldern zwischen Gilching, Germering und Fürstenfeldbruck lagert: aus regionalem Grundwasser mit spürbarer Mineralienlast. Im Vergleich zu Nachbarorten fällt Alling mit 22 °dH klar in den harten Bereich. Das unterscheidet die Gemeinde vom Münchner Fernwasser, das in vielen Teilen der Region deutlich weicher ankommt, und auch von Orten, die näher an Moor- oder Quellgebieten mit geringerer Mineralisierung liegen. Der westliche Münchner Raum ist insgesamt wassergeologisch eigenständig. Die Schotterebene bringt meist härteres Wasser hervor als die Voralpenorte, weil Kalk und Dolomit aus den Ablagerungen der Eiszeiten im Untergrund stecken. Alling steht damit exemplarisch für den Landkreis Fürstenfeldbruck: geologisch jung, kiesig, grundwasserreich und mineralischer als viele Orte in Oberbayern. Wer hier aus dem Hahn zapft, bekommt kein Alpenquellwasser, sondern ein lokales Produkt des Schotterfelds, geprägt von Amperraum, eiszeitlichen Kiesen und den Böden des westlichen Münchner Umlands.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Gemeindewerke Alling

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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