Wasserhärte in Braunsbedra

PLZ 06242 · Saalekreis, Sachsen-Anhalt

45 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH

Website

Praktische Tipps bei 45 °dH

Spülmaschine

Bei 45 °dH in Braunsbedra: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Sachsen-Anhalt

Braunsbedra liegt mit 45 °dH 23,4 °dH über dem Durchschnitt (21,6 °dH).

Braunsbedra
45
Sachsen-Anhalt
21,6

Vergleich mit Deutschland

Braunsbedra liegt mit 45 °dH 30,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Braunsbedra
45
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Mücheln (Geiseltal) 46,3 °dH hart
Goseck 25 °dH hart
Weißenfels 22,8 °dH hart
Merseburg 29,3 °dH hart
Leuna 26,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Braunsbedra

Die Versorgung in Braunsbedra läuft über die MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH, die im Saalekreis vor allem auf das regionale Grundwasser aus den Wasserwerken und Brunnen zwischen Geiseltal und Querfurter Platte setzt. Entscheidend sind die tiefen quartären Schichten im ehemaligen Braunkohlerevier, dazu die ausgedehnten Kiese, Sande und mergeligen Lagen rund um den Geiseltalsee und die Saaleaue. Dort ist das Wasser auf seinem Weg durch kalkhaltige Sedimente lange mit Calcium und Magnesium in Kontakt. So entsteht der sehr hohe Härtewert von 45 °dH. Das Wasser kommt damit nicht aus einem einzelnen Quellgebiet, sondern aus einem Verbund mehrerer Brunnenstandorte im Versorgungsgebiet der MIDEWA, gespeist aus den Grundwasserleitern des Geiseltals und benachbarter Förderbrunnen im Saalekreis. Braunsbedra liegt geologisch zwischen dem Geiseltal, den Lösshängen der Querfurter Platte und den Flächen, die von Saale und Unstrut geprägt sind. Gerade dieser Untergrund macht das Wasser so hart. Löss und Kalkmergel geben im Sickerwasser viel Calcium ab, in tieferen Lagen kommen weitere Mineralien aus den karbonatischen Gesteinen hinzu. Der Einfluss der Saale und der alten Niederungen sorgt dafür, dass sich Grundwasser neu bildet und dabei erneut Mineralstoffe aufnimmt. Hartes Wasser ist hier deshalb kein Zufall, sondern ein Echo der Landschaft. Die Wasserchemie spiegelt die kalkreichen Böden des südlichen Saalekreises und die lange geologische Geschichte des Reviers wider, in dem früher der Tagebau das Relief verändert hat. Gegenüber den Nachbarorten fällt Braunsbedra mit diesem Wert deutlich aus dem Rahmen. In vielen Teilen Sachsen-Anhalts, vor allem in anderen Versorgungsräumen an Elbe, Havel oder in den Harzrandlagen, liegt die Härte oft niedriger oder schwankt stärker je nach Quelle. Braunsbedra bleibt dagegen klar im harten Bereich, weil die Region auf mineralreiches Grundwasser aus dem Geiseltal angewiesen ist und nicht auf weichere Fernwasserzuflüsse aus Talsperren oder Mittelgebirgsquellen. Auch Merseburg, Mücheln und die Orte entlang der Saale zeigen zwar ebenfalls kalkgeprägte Werte, doch der Geiseltalraum sticht durch die Kombination aus ehemaligem Tagebau, wieder ansteigendem Grundwasser und karbonatreichen Schichten besonders hervor. Genau darin liegt der lokale Unterschied: Braunsbedra bekommt sein Wasser aus einer Landschaft, die selbst das Trinkwasser spürbar prägt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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