Wasserhärte in Dietmannsried

PLZ 87463 · Oberallgäu, Bayern

17,3 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Gemeindewerke Dietmannsried

Website

Praktische Tipps bei 17,3 °dH

Spülmaschine

Bei 17,3 °dH in Dietmannsried: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Dietmannsried liegt mit 17,3 °dH genau im Durchschnitt (17,3 °dH).

Dietmannsried
17,3
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Dietmannsried liegt mit 17,3 °dH 2,6 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Dietmannsried
17,3
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Lauben 17,3 °dH hart
Haldenwang 17,8 °dH hart
Altusried 20 °dH hart
Untrasried 17,7 °dH hart
Wiggensbach 16,8 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Dietmannsried

Der Landkreis Oberallgäu liegt am Nordrand der Alpenvorlands, dort, wo eiszeitliche Moränen, Schotterflächen und mergelige Ablagerungen aus dem Rückzug der Gletscher das Bild prägen. Genau diese junge Geologie macht das Wasser in Dietmannsried hart: Niederschlagswasser sickert durch kalk- und dolomitreiche Schichten, nimmt Calcium und Magnesium auf und sammelt sich in den grundwasserführenden Schottern und Lockergesteinen des Illertals. Auch die Nähe zur Iller und zu kleineren Zuflüssen, die durch kiesige Talräume ziehen, verstärkt diesen Mineraliengehalt. Mit 17,3 °dH liegt Dietmannsried deshalb deutlich über vielen bayerischen Regionen, in denen weicheres Wasser aus Sandstein-, Mittelgebirgs- oder alpinen Quellgebieten fließt. Der Ort sitzt damit in einer typischen Allgäuer Hartwasserzone, wie sie zwischen Kempten, Altusried und den angrenzenden Gemeinden häufig vorkommt, aber nicht überall gleich stark ausgeprägt ist. Das Trinkwasser stammt aus der örtlichen kommunalen Versorgung der Gemeinde Dietmannsried, die ihr Wasser über eigene Brunnen aus dem regionalen Grundwasserleiter gewinnt. Maßgeblich sind die tiefen, geschützten Förderstellen im Schotterkörper des Voralpenlands, gespeist aus dem Niederschlag des nördlichen Allgäus und aus dem Einzugsbereich der Illerterrassen. Eine Talsperre spielt hier keine Rolle; Dietmannsried setzt auf Grundwasser aus dem eigenen Umfeld und auf die Aufbereitung, die für eine sichere Versorgung im Gemeindegebiet sorgt. Zuständig ist der Wasserzweck- und Gemeindeverbund der örtlichen Versorgung, der die Ortsteile und Siedlungsbereiche aus dem gleichen Netz beliefert. Gerade diese regionale Brunnenversorgung erklärt, warum das Wasser nicht wie Fernwasser aus großen Verbundsystemen kommt, sondern die Geologie des direkten Umlands so klar im Glas abbildet. Im Vergleich zu Nachbarorten zeigt sich Dietmannsried dadurch als klassischer Hartwasserstandort des Oberallgäus. Richtung Kempten und in den Illerraum hinein bleiben die Werte oft ähnlich hoch, weil die gleichen eiszeitlichen Kiese und kalkreichen Ablagerungen den Untergrund bilden. Weiter nördlich und westlich in Teilen Bayerns, etwa in Gebieten mit jüngeren Sanden oder anderen Grundwasserleitern, fällt das Wasser spürbar weicher aus. Dietmannsried steht damit zwischen alpinem Einfluss und flachem Voralpenland: nicht Quellwasser aus dem Hochgebirge, sondern mineralreiches Grundwasser aus dem Schotterboden der Region. Genau darin liegt die örtliche Besonderheit des Trinkwassers, die sich aus Landschaft, Untergrund und Versorgungsstruktur zugleich ergibt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Gemeindewerke Dietmannsried

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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