Wasserhärte in Dürrlauingen

PLZ 89350 · Günzburg, Bayern

18,7 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserzweckverband Dürrlauingen

Website

Praktische Tipps bei 18,7 °dH

Spülmaschine

Bei 18,7 °dH in Dürrlauingen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Dürrlauingen liegt mit 18,7 °dH 1,4 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Dürrlauingen
18,7
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Dürrlauingen liegt mit 18,7 °dH 4 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Dürrlauingen
18,7
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Haldenwang 17 °dH hart
Burgau, St 16 °dH hart
Gundremmingen 15 °dH hart
Winterbach 16,5 °dH hart
Aislingen 17,8 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Dürrlauingen

Zwischen der Mindel im Osten und der Donau im Süden liegt Dürrlauingen in einer Landschaft aus sanften Hügeln, Lösshängen und eiszeitlich geprägten Terrassen des Landkreises Günzburg. Regen versickert hier nur langsam in den feineren Deckschichten und trifft darunter auf kalkreiche Sedimente aus dem süddeutschen Alpenvorland. Genau dort liegt der Ursprung des harten Wassers: Das Grundwasser löst unterwegs Calcium und Magnesium aus den Gesteinen und sammelt diese Mineralien auf seinem Weg zu den Brunnen. Der Wert von 18,7 °dH passt deshalb zu einem Untergrund, der vom Einfluss der Donau- und Mindelablagerungen sowie von verkarsteten Kalk- und Mergelschichten geprägt ist. Weiche Quellwässer aus dem bayerischen Wald oder aus Moorgebieten spielen hier keine Rolle; im westlichen Schwaben ist das Wasser meist deutlich mineralreicher als in vielen höheren Mittelgebirgslagen. Das Trinkwasser für Dürrlauingen kommt aus dem Netz des Wasserzweckverbands Dürrlauingen, der die örtliche Versorgung über eigene Tiefbrunnen und das angeschlossene Leitungsnetz sichert. Das Rohwasser wird aus dem Grundwasserstock der Region gewonnen, also nicht aus einer Talsperre und nicht aus Fernwasser. Gefasste Quellen oberhalb des Ortes sind hier nicht der prägende Ursprung, entscheidend sind die Brunnen im Tal- und Niederungsbereich, aus denen das Wasser in die Aufbereitung und weiter in die Haushalte gelangt. Die Nähe zu Donau und Mindel sorgt dabei nicht für Oberflächenwasser im Hahn, sondern vor allem für nachgeladene Grundwasservorräte in den durchlässigen Schotter- und Sandlagen. Gegenüber vielen Orten in Bayern fällt Dürrlauingen mit seiner klaren Härte im oberen Bereich auf. In Teilen Oberbayerns, im Bayerischen Wald oder in manchen Schwarzwaldnähe-Orten ist das Wasser spürbar weicher, weil dort andere Gesteine und größere Niederschlagsmengen das Grundwasser stärker verdünnen. Im Landkreis Günzburg und im schwäbischen Donauraum liegt der Wert dagegen oft im harten Bereich, weil Kalk und Dolomit den Untergrund bestimmen. Dürrlauingen steht damit für das typische Bild des westlichen Bayerns: kein alpines Schneeschmelzwasser, kein Moorwasser, sondern ein mineralreiches Grundwasser aus einer Landschaft, die seit Jahrtausenden von Donau, Mindel und den Schotterkörpern des Voralpenlands geformt wird.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserzweckverband Dürrlauingen

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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