Wasserhärte in Finneland

PLZ 06647 · Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt

22,8 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH

Website

Praktische Tipps bei 22,8 °dH

Spülmaschine

Bei 22,8 °dH in Finneland: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Sachsen-Anhalt

Finneland liegt mit 22,8 °dH 1,2 °dH über dem Durchschnitt (21,6 °dH).

Finneland
22,8
Sachsen-Anhalt
21,6

Vergleich mit Deutschland

Finneland liegt mit 22,8 °dH 8,1 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Finneland
22,8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Bad Bibra 24,9 °dH hart
Kaiserpfalz 22,8 °dH hart
Rastenberg 21,9 °dH hart
Finne 22,8 °dH hart
Nebra (Unstrut) 22,3 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Finneland

Der Burgenlandkreis liegt am Übergang vom Buntsandstein- und Muschelkalkgürtel des mitteldeutschen Hügellands zu den flacheren Lössflächen der Unstrut- und Saale-Niederungen. Genau diese Schichten prägen auch das Trinkwasser bei Finneland. Kalkreiche Gesteine, verkarstete Zonen und lössbedeckte Ackerflächen lassen Niederschlagswasser auf seinem Weg ins Grundwasser viel Calcium und Magnesium aufnehmen. Dazu kommen die Niederungen von Unstrut und der kleinen Fließgewässer der Umgebung, die das Wasser lange im Kontakt mit mineralischen Sedimenten halten. So entsteht der hohe Härtewert von 22,8 °dH, der für diesen Teil Sachsen-Anhalts typisch hart ausfällt und deutlich über vielen weicheren Wassergebieten im Harzvorland oder in den sandigeren Teilen des Landes liegt. Finneland selbst ist kein Ort mit eigenem großen Talsperrensystem, sondern Teil der regionalen Grundwasserversorgung des Burgenlandkreises. Das Trinkwasser stammt aus gefassten Brunnen und Grundwasserwerken des örtlichen Versorgers, der die Wassergewinnung über mehrere Standorte im Kreis organisiert und das Wasser in das Leitungsnetz einspeist. Zuständig ist die MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH, die im südlichen Sachsen-Anhalt die Versorgung der Gemeinden bündelt. In Finneland kommt also kein Fernwasser aus einem entfernten Harzspeicher an, sondern Wasser aus den mineralreichen Grundwasserleitern der näheren Region, die auf Kalk und lössgeprägtem Untergrund liegen. Der Unterschied zu Nachbarorten im Burgenlandkreis ist spürbar, weil sich die Härte je nach Untergrund und Fördergebiet stark verschiebt. Orte näher an sandigeren oder stärker durchmischt erschlossenen Bereichen erhalten oft etwas weicheres Wasser, während Finneland mit seinem kalkgeprägten Untergrund klar im harten Bereich liegt. Auch im Vergleich zu vielen Teilen Sachsen-Anhalts fällt Finneland auf, weil dort nicht die weiten, oft weicheren Grundwasserzonen der Elbe-Auen dominieren, sondern ein Landschaftsraum, der seit Millionen Jahren von Kalk, Löss und Talrinnen geformt wurde. Genau diese Geologie macht das Wasser vor Ort so mineralisch und so deutlich härter als in manchen Nachbargemeinden.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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