Wasserhärte in Friedrichshafen

PLZ 88045 · Bodenseekreis, Baden-Württemberg

9,1 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Stadtwerk am See GmbH & Co. KG

Website

Praktische Tipps bei 9,1 °dH

Spülmaschine

Bei 9,1 °dH in Friedrichshafen: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Friedrichshafen liegt mit 9,1 °dH 6,8 °dH unter dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Friedrichshafen
9,1
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Friedrichshafen liegt mit 9,1 °dH 5,6 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Friedrichshafen
9,1
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Eriskirch 16,3 °dH hart
Meckenbeuren 18 °dH hart
Langenargen 16 °dH hart
Immenstaad am Bodensee 17,6 °dH hart
Oberteuringen 17,7 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Friedrichshafen

Der Bodenseekreis liegt an einer geologisch jungen Nahtstelle zwischen dem Alpenvorland und dem Becken des Bodensees. Hier prägen eiszeitliche Moränen, Schotter- und Kiesablagerungen aus den Schmelzwassern der letzten Vergletscherungen den Untergrund. Dazu kommen mächtige Sedimente aus der Nähe des Sees und aus den Tälern von Schussen, Rotach und Linzgau-Bächen. Solche lockeren, kalkhaltigen Ablagerungen geben dem Wasser unterwegs Mineralstoffe mit, vor allem Calcium und Magnesium. Darum liegt Friedrichshafen mit 9,1 °dH im mittleren Bereich. Der Wert ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von Grundwasser, das durch kiesige Schichten wandert, ohne so hart zu werden wie in manchen Muschelkalk- und Keupergebieten des Landes. Am Südrand des Bodensees bleibt das Wasser zugleich spürbar weicher als in vielen Orten der Schwäbischen Alb oder des Hohenlohischen, wo deutlich härteres Wasser typisch ist. Friedrichshafens Trinkwasser stammt aus dem Netz der Bodensee-Wasserversorgung, die seit Sipplingen am Überlinger See Wasser aufbereitet und über Fernleitungen in viele Städte des Landes liefert. Die Stadt bezieht ihr Trinkwasser damit nicht aus einer einzelnen lokalen Talsperre, sondern aus diesem Verbundsystem, ergänzt durch regionale Brunnen und Quellen im Versorgungsgebiet des kommunalen Netzes. Der Bodensee selbst ist der große Speicher im Hintergrund, doch im Rohrnetz von Friedrichshafen kommt am Ende vor allem aufbereitetes Seewasser an, das auf sehr strenge Trinkwasserqualität gebracht wird. Diese Kombination aus Seewasser, regionaler Verteilung und den geologischen Bedingungen am Seeufer prägt den Charakter des Wassers vor Ort. Gegenüber Nachbarorten zeigt sich Friedrichshafen dadurch mit einem moderaten Härtebild. Richtung Markdorf, Tettnang und Meckenbeuren bleiben die Werte im Bodenseekreis oft ähnlich, weil überall die eiszeitlichen Lockersedimente und das gleiche regionale Versorgungssystem wirken. Anders sieht es schon wenige Landkreise weiter aus: Im Schwarzwald dominiert sehr weiches Wasser aus Granit- und Gneisgebieten, auf der Schwäbischen Alb dagegen deutlich kalkreicheres Wasser aus Jura und Karst. Friedrichshafen liegt dazwischen, aber mit klarer Seelage und Fernversorgung. Der Bodensee mildert die Extreme, die Moränenlandschaft gibt dem Wasser seinen mineralischen Kern, und genau daraus entsteht der mittlere Härtewert der Stadt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerk am See GmbH & Co. KG

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