Wasserhärte in Immenstaad am Bodensee

PLZ 88090 · Bodenseekreis, Baden-Württemberg

17,6 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Stadtwerk am See GmbH & Co. KG

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Praktische Tipps bei 17,6 °dH

Spülmaschine

Bei 17,6 °dH in Immenstaad am Bodensee: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Immenstaad am Bodensee liegt mit 17,6 °dH 1,7 °dH über dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Immenstaad am Bodensee
17,6
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Immenstaad am Bodensee liegt mit 17,6 °dH 2,9 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Immenstaad am Bodensee
17,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Hagnau am Bodensee 16,1 °dH hart
Markdorf 18 °dH hart
Stetten 16,9 °dH hart
Bermatingen 16,9 °dH hart
Friedrichshafen 9,1 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Immenstaad am Bodensee

Unter Immenstaad am Bodensee liegt kein massiver Felsriegel, sondern ein jünges, eiszeitliches Mosaik aus Moräne, Schotter, Sand und feinkörnigen Seeablagerungen. Die Gletscher des Rheingletschers schoben Material aus den Alpen bis an den nördlichen Bodenseeuferraum, lagerten Kalkgeröll, Mergelstücke und verwitterte Sande ab und formten die flachen Terrassen zwischen See und Hinterland. Genau aus diesem Untergrund kommt die Härte des Trinkwassers: Regen und Grundwasser fließen durch kalkhaltige Lockersedimente, lösen Calcium und Magnesium heraus und nehmen die Mineralfracht aus dem Bodenseebecken und den nördlich anschließenden Moränenzügen mit. Der nahe Seeradweg, die Riedflächen und die kleinen Bäche Richtung Hagnau und Friedrichshafen liegen alle in einer Landschaft, die geologisch noch vom Eis geprägt ist. Darum liegt der Wert mit 17,6 °dH deutlich im harten Bereich und passt zu einem Gebiet, das von kalkreichem Untergrund statt von kristallinem Urgestein bestimmt wird. Das Trinkwasser kommt nicht aus einem Bergwerk oder einer Talsperre, sondern aus dem Verbund der Bodensee-Wasserversorgung mit Wasser aus dem Bodensee. Das Rohwasser wird in Sipplingen am Überlinger See entnommen, aufbereitet und über das regionale Leitungsnetz in den Bodenseekreis verteilt. Immenstaad bezieht sein Wasser über diesen Verbund; vor Ort sorgt die kommunale Infrastruktur im Zusammenspiel mit dem regionalen Versorger dafür, dass Seewasser als Trinkwasser ankommt. Der See selbst ist dabei die große Sammelstelle der Region: Zuflüsse wie der Alpenrhein bringen ständig neues Material und Mineralien ein, die sich im Wasserkörper und in den umliegenden Sedimenten widerspiegeln. Gegenüber den Nachbarorten zeigt sich Immenstaad von seiner harten Seite. Friedrichshafen, Hagnau und die Orte entlang des Nordufers liegen ebenfalls in der eiszeitlichen Schotter- und Moränenlandschaft, doch die örtlichen Unterschiede im Grundwasser, in den Leitungswegen und in den Mischungsverhältnissen der Versorgung prägen den Messwert. Im Vergleich zu Teilen von Baden-Württemberg mit weichem Schwarzwaldwasser oder Quellwasser aus kristallinen Mittelgebirgen ist Immenstaad klar auf der mineralreichen Seite. Der Bodenseekreis steht insgesamt für ein Versorgungsgebiet mit stark vom See geprägtem Charakter, und Immenstaad liegt genau in dieser Übergangszone zwischen Ufer, Moräne und Altmoränenhügeln. Die Härte erzählt deshalb nicht von Zufall, sondern von der geologischen Handschrift des Bodensees und seiner eiszeitlichen Vergangenheit.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerk am See GmbH & Co. KG

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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