Wasserhärte in Glashütte

PLZ 01768 · Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Sachsen

9,9 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasser Abwasser Buschbachgebiet

Website

Praktische Tipps bei 9,9 °dH

Spülmaschine

Bei 9,9 °dH in Glashütte: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Sachsen

Glashütte liegt mit 9,9 °dH 4,9 °dH unter dem Durchschnitt (14,8 °dH).

Glashütte
9,9
Sachsen
14,8

Vergleich mit Deutschland

Glashütte liegt mit 9,9 °dH 4,8 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Glashütte
9,9
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Liebstadt 9,1 °dH mittel
Dippoldiswalde 8,8 °dH mittel
Bahretal 9,1 °dH mittel
Altenberg 9,9 °dH mittel
Kreischa 9,9 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Glashütte

Zwischen Müglitz, Lockwitzbach und den bewaldeten Rücken des Osterzgebirges sammelt Glashütte sein Wasser aus einem Landschaftsraum, der von Gneis, Schiefer und verwitterten Graniten geprägt ist. Diese harten Urgesteine geben nur wenig gelöste Mineralien ab, doch die Talsohlen bringen mit ihren lehmigen und sandigen Ablagerungen etwas Kalk und Magnesium ins Spiel. Genau daraus entsteht der mittlere Härtewert von 9,9 °dH: nicht weich wie in reinen Mittelgebirgslagen mit sehr altem Kristallingestein, aber auch nicht so kalkreich wie in den Löss- und Muschelkalkgebieten weiter nördlich. Die Müglitz schneidet tief durch die Hänge, speist Sickerzonen und Quellen, während Niederschläge an den Hängen von Bärenstein, Tännicht und den Waldflächen oberhalb des Tales langsam in das Grundwasser einsickern. So bleibt das Wasser mineralisch ausgewogen und zugleich von der Höhenlage des Osterzgebirges geprägt. Versorgt wird Glashütte vom Zweckverband Wasser Abwasser Buschbachgebiet, der die Stadt und ihre Ortsteile an das örtliche Leitungsnetz bindet. Das Trinkwasser stammt aus regionalen Gewinnungsanlagen im Buschbachgebiet sowie aus Brunnen und Quellen im Einzugsbereich der Müglitztalhänge; ergänzend wird Wasser aus kleineren Speichern und Quellfassungen im Verbandssystem eingespeist. Der Weg ist also kurz, bergnah und klar regional. Das macht den Unterschied zu Orten im Elbtal oder im Dresdner Umland deutlich, wo größere Fernwassersysteme, andere Bodenschichten und teils härteres Wasser aus kalkreicheren Gebieten eine andere Mineralisierung erzeugen. Glashütte liegt damit zwischen den sehr weichen Wässern höherer Erzgebirgslagen und den deutlich härteren Versorgungen aus dem sächsischen Tiefland. Gerade diese Lage zwischen steilen Tälern, schmalen Hochflächen und den Zuflüssen der Müglitz prägt den Charakter des Trinkwassers vor Ort. Die Region des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge liefert kein einheitliches Wasserbild, sondern viele kleine Unterschiede von Tal zu Tal. Glashütte steht dabei für ein Mittelgebirgswasser mit spürbarer, aber nicht dominanter Mineralität. Es ist ein Wert, der die Geologie des Osterzgebirges lesbar macht: altes Festgestein, kurze Fließwege, wenig Kalk im Untergrund und ein Versorgungssystem, das nah an den lokalen Quellen bleibt. So unterscheidet sich Glashütte auch von Nachbarorten wie Altenberg, Dippoldiswalde oder Dohna, wo Lage, Gestein und Einzugsgebiete jeweils andere Spuren im Wasser hinterlassen.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasser Abwasser Buschbachgebiet

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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