Wasserhärte in Großmaischeid

PLZ 56276 · Neuwied, Rheinland-Pfalz

8,3 °dH
weich
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Verbandsgemeindewerke Dierdorf

Website

Praktische Tipps bei 8,3 °dH

Spülmaschine

Bei 8,3 °dH in Großmaischeid reicht Stufe 1 (weich). Weniger Klarspüler und Regeneriersalz nötig. Entkalkung alle 6 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der niedrigsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Kein Enthärter nötig.

Wasserkocher

Entkalkung alle 2-3 Monate ausreichend. Wenig Kalkablagerung zu erwarten.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 1 einstellen. Entkalkung nach Herstellerangabe, ca. alle 3-6 Monate.

Aquarium

Ideal für Weichwasser-Fische wie Neons, Diskus und die meisten Salmler. Für Malawi-Cichliden zu weich.

Zimmerpflanzen

Weiches Wasser vertragen die meisten Pflanzen gut, besonders Orchideen, Azaleen und Farne. Leitungswasser direkt verwenden.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist für die Zubereitung von Säuglingsnahrung grundsätzlich geeignet. Lassen Sie das Wasser vor der Verwendung kurz ablaufen, bis es kühl aus der Leitung kommt. Ein Wasserfilter ist bei dieser Härte nicht nötig.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Großmaischeid liegt mit 8,3 °dH 5 °dH unter dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Großmaischeid
8,3
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Großmaischeid liegt mit 8,3 °dH 6,4 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Großmaischeid
8,3
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Kleinmaischeid 9,8 °dH mittel
Stebach 8,1 °dH weich
Sessenbach 8,1 °dH weich
Nauort 8,3 °dH weich
Thalhausen 12,8 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Großmaischeid

Großmaischeid liegt mit 8,3 °dH spürbar unter vielen Orten im nördlichen Rheinland-Pfalz, wo das Wasser oft deutlich härter aus kalkreicheren Gesteinsräumen kommt. Der Ort sitzt am Rand des Niederwesterwaldes, auf Flächen, die von Schiefer, Grauwacken und lössarmen Deckschichten geprägt sind. Solche Untergründe geben nur wenig Calcium und Magnesium an das Wasser ab. Darum bleibt das Trinkwasser hier weich. Anders als in den Tälern von Rhein und Lahn, wo Muschelkalk und Löss häufiger härtere Werte fördern, trifft Großmaischeid auf ein geologisch zurückhaltendes Milieu. Auch im direkten Umfeld von Dierdorf, Kleinmaischeid und Isenburg hält sich die Härte niedrig, weil die örtlichen Wasserleiter vor allem aus niederschlagsgespeisten, grundwasserführenden Schichten des Westerwaldrands gespeist werden und nicht aus stark mineralisierten Tiefenwässern. Der Vergleich mit dem Landesdurchschnitt fällt deshalb klar aus: Großmaischeid bleibt bei einem weichen Wert, den die Region eher durch ihre silikatischen Gesteine als durch Kalk geprägt bekommt. Das Trinkwasser kommt aus dem Verbund der Verbandsgemeindewerke Dierdorf, die die Orte der Umgebung über eigene Brunnen und Quellen im Westerwald versorgen. Maßgeblich sind Grundwasserfassungen aus den örtlichen Gewinnungsgebieten des Dierdorfer Landes, ergänzt durch das Netz des regionalen Wasserverbunds. Diese Wasserwege sind kurz. Das passt zur Lage zwischen den sanften Höhenzügen nördlich von Neuwied und den offenen Flächen Richtung Puderbach. Flüsse wie die Wied und ihre Zuflüsse prägen das Landschaftsbild, liefern aber nicht direkt das Trinkwasser; sie zeigen vielmehr, wie Niederschläge hier durch die Böden wandern und als Grundwasser wieder auftauchen. Genau diese hydrologische Herkunft erklärt den niedrigen Härtewert: wenig Kalk im Untergrund, viel nährendes Niederschlagswasser, dazu eine Förderung aus lokalen Brunnen statt aus stark mineralischen Fernwasserquellen. Gegenüber Nachbarorten im Landkreis Neuwied wirkt Großmaischeid damit angenehm zurückhaltend. Wo in anderen Teilen des Landkreises, vor allem näher am Rhein oder in kalkreicheren Randzonen, die Werte schneller ansteigen, bleibt hier der Westerwälder Untergrund maßgeblich. Das Trinkwasser trägt die Handschrift eines Ortes, der nicht von schweren Sedimenten, sondern von alten Schiefer- und Grauwackenzonen lebt. Auch gegenüber dem Rest von Rheinland-Pfalz ist der Unterschied deutlich: Das Land zeigt vom Hunsrück bis zur Pfalz sehr verschiedene Wasserprofile, doch Großmaischeid gehört klar zu den weicheren Standorten. Der Ort verdankt das seiner Höhenlage, dem niederschlagsreichen Einzugsgebiet und den eigenen Brunnen der regionalen Versorgung. So kommt ein Wasser an, das geologisch wenig aufgeladen ist und gerade deshalb so typisch für den östlichen Westerwald wirkt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Verbandsgemeindewerke Dierdorf

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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