Wasserhärte in Hergensweiler

PLZ 88138 · Lindau (Bodensee), Bayern

15,5 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Hergatzer Gruppe

Website

Praktische Tipps bei 15,5 °dH

Spülmaschine

Bei 15,5 °dH in Hergensweiler: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Hergensweiler liegt mit 15,5 °dH 1,8 °dH unter dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Hergensweiler
15,5
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Hergensweiler liegt mit 15,5 °dH 0,8 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Hergensweiler
15,5
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Sigmarszell 15,8 °dH hart
Weißensberg 16,1 °dH hart
Opfenbach 14,3 °dH mittel
Achberg 17,7 °dH hart
Scheidegg 14,5 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Hergensweiler

Zwischen den sanften Moränenhügeln des Westallgäus, den Mulden des Bodenseebeckens und den kleinen Bächen Richtung Leiblach prägt vor allem eines das Trinkwasser von Hergensweiler: eiszeitlicher Untergrund. Die Schotter, Kiese und lehmigen Deckschichten aus der letzten Vergletscherung lassen Niederschläge zwar versickern, speichern das Wasser aber nur auf dem Weg durch kalkhaltige Sedimente. Auf diesem Weg löst es Calcium und Magnesium aus den Ablagerungen des Alpenvorlands. Darum liegt Hergensweiler bei 15,5 °dH und damit klar im harten Bereich. Der Ort sitzt nicht auf weichem Fels wie manche Mittelgebirgsgemeinden, sondern auf einem Boden, der vom Rückzug der Gletscher und vom Kalkanteil der regionalen Gesteine geprägt ist. Das Wasser kommt deshalb mineralreicher aus dem Untergrund als in vielen Teilen Nordbayerns, wo oft deutlich weichere Werte gemessen werden. Auch gegenüber Nachbarorten im Westallgäu fällt der Ort nicht aus der Reihe, aber die Härte liegt eher im oberen Bereich des Lindauer Umlands und spiegelt die kalkreiche Landschaft zwischen Hergensweiler, Scheidegg und dem Bodenseeraum wider. Versorgt wird Hergensweiler über den Zweckverband zur Wasserversorgung der Hergatzer Gruppe, der das Trinkwasser aus örtlichen und regionalen Grundwasserfassungen im westlichen Landkreis Lindau bezieht. Die Förderung läuft über Brunnen im Gemeindegebiet und im nahen Verbund der Mitgliedsgemeinden, nicht über einen großen Stausee oder eine Talsperre. Entscheidend sind die ergiebigen Grundwasserleiter im Schotterkörper des Voralpenlands, die durch die Niederschläge von den Hängen rund um das Hergensweilerer Hügelland gespeist werden. So gelangt Wasser aus tiefen, geschützten Schichten ins Netz, das den Charakter der Landschaft direkt abbildet: bodenseenähe Feuchte, alpine Herkunft der Sedimente und ein hoher Mineralgehalt aus Kalk und Dolomit. Der Versorger arbeitet damit in einem Gebiet, das geologisch eng mit den Wasserhorizonten von Sigmarszell, Hergatz und Weißensberg verbunden ist, aber nicht mit dem Bodensee selbst als Trinkwasserquelle. Gerade dieser Grundwasserbezug macht die Versorgung ortstypisch und unabhängig von überregionalen Fernwassersträngen. Im Vergleich zu vielen Orten in Bayern steht Hergensweiler deutlich auf der härteren Seite. Oberbayerische und fränkische Regionen mit Sandstein, Buntsandstein oder granitnahen Untergründen liefern oft weicheres Wasser, während im Allgäu und am nördlichen Bodenseerand kalkreiche Kies- und Moränenablagerungen dominieren. Darin liegt der Unterschied zu Hergensweiler: Hier formt nicht ein einzelner Fluss das Trinkwasser, sondern das Zusammenspiel von Regen, Versickerung und den mineralreichen Schichten unter den Hügeln. Der nahe Bodensee beeinflusst das Klima, aber nicht direkt die Trinkwasserherkunft. So bleibt Hergensweiler ein typischer Ort des westlichen Allgäus mit hartem, grundwassergeprägtem Wasser, das die geologische Sprache der Landschaft sehr klar spricht.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Hergatzer Gruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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