Wasserhärte in Himmelkron

PLZ 95502 · Kulmbach, Bayern

18 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Himmelkroner Gruppe

Website

Praktische Tipps bei 18 °dH

Spülmaschine

Bei 18 °dH in Himmelkron: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Himmelkron liegt mit 18 °dH 0,7 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Himmelkron
18
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Himmelkron liegt mit 18 °dH 3,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Himmelkron
18
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Neuenmarkt 5 °dH weich
Trebgast 12,2 °dH mittel
Harsdorf 12,5 °dH mittel
Wirsberg 9,6 °dH mittel
Marktschorgast 8,5 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Himmelkron

Unter Himmelkron liegt kein junges Alpenvorland, sondern das alte Grundgebirge des Obermainlandes mit Buntsandstein, Keuperresten und darüberliegenden Lockersedimenten aus Sand, Lehm und tonigem Material. Diese Schichten wurden über sehr lange Zeit von Verwitterung, Flussläufen und eiszeitlichen Umlagerungen aufgebaut. In der Umgebung von Kulmbach und am Rand des Fichtelgebirges treten dazu kalk- und mergelhaltige Gesteine aus dem fränkischen Deckgebirge hinzu, die dem Wasser auf seinem Weg durch den Untergrund viel Calcium und Magnesium mitgeben. Hinzu kommt der Eintrag aus den Tälern von Weißem Main, Schorgast und den kleineren Bächen, die Feinmaterial aus den Hängen lösen und in die Grundwasserleiter tragen. So entsteht in Himmelkron ein hartes Wasser mit 18 °dH, weil es über mineralreiche Schichten fließt und sich dort deutlich stärker auflädt als in Gebieten mit reinem Sand oder silikatischem Urgestein. Genau dieser geologische Mosaikboden macht den Unterschied zum weicheren Wasser mancher Mittelgebirgsorte nördlich und östlich des Landkreises. Das Trinkwasser kommt vor allem aus der regionalen Versorgung des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Himmelkroner Gruppe, der die Gemeinde mit gefassten Quellen und Brunnen aus dem näheren Umland speist. Die Gewinnung liegt im Kulmbacher Raum und in den wasserführenden Schichten der Täler, nicht aus einer fernen Talsperre. Geliefert wird es über ein lokales Leitungsnetz, das die Ortsteile und den Kernort aus den eigenen Fassungen versorgt. Entscheidend ist dabei das Grundwasser aus den Schotter- und Sandlagen, die von den Hängen des Frankenwaldes und des Fichtelgebirgsrandes gespeist werden. Weil diese Schichten Kalk, Mergel und feinkörnige Bestandteile aufnehmen, bleibt die Härte hoch und die Mineralisierung spürbar. Gegenüber Nachbarorten im Landkreis Kulmbach fällt Himmelkron damit eher auf der harten Seite aus; Richtung Obermain und in Teilen des Frankenwaldes gibt es teils niedrigere Härten, während Orte mit kalkreichen Sedimenten ähnliche Werte erreichen. Bayernweit liegt Himmelkron damit nicht im Bereich des weichen Bergwassers, sondern klar im mineralreichen fränkischen Mittelfeld bis oberen Bereich.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Himmelkroner Gruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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