Wasserhärte in Kirchdorf a.Inn

PLZ 84375 · Rottal-Inn, Bayern

17,3 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
Anzeige

Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung Rottal

Website

Praktische Tipps bei 17,3 °dH

Spülmaschine

Bei 17,3 °dH in Kirchdorf a.Inn: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Kirchdorf a.Inn liegt mit 17,3 °dH genau im Durchschnitt (17,3 °dH).

Kirchdorf a.Inn
17,3
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Kirchdorf a.Inn liegt mit 17,3 °dH 2,6 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Kirchdorf a.Inn
17,3
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Julbach 18,3 °dH hart
Simbach a.Inn, St 17,3 °dH hart
Stammham 18,7 °dH hart
Haiming 19 °dH hart
Reut 17,3 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Kirchdorf a.Inn

Unter Kirchdorf a.Inn liegt keine harte Kalkdecke, sondern das breite Schotter- und Sandsystem des Inntals. Der Inn hat hier über lange Zeit Kies, Sand und feine Auenablagerungen abgelagert, dazu mischt sich in der weiteren Umgebung das Hügelland des Rottals mit tonigen, mergeligen Schichten aus dem Tertiär. Diese Mischung prägt das Grundwasser: Es sickert durch kalkhaltige Kiese und löst unterwegs Calcium und Magnesium aus dem Lockergestein. So kommt der Härtewert von 17,3 °dH zustande. Der Fluss selbst ist dabei nicht nur Landschaft, sondern auch Wasserweg des Untergrunds. Seine Niederterrassen und die grundwasserführenden Schotter speichern Wasser, das mineralreicher ist als in Gegenden mit reinem Sand oder in den weicheren Voralpenräumen Bayerns. Das Trinkwasser für Kirchdorf a.Inn stammt aus dem regionalen Netz des Zweckverbands Wasserversorgung Rottal, der die Brunnen im südlichen Rottal und im Inntalgebiet betreibt und das Wasser über Aufbereitung und Leitungsverbund in die Orte verteilt. Entscheidend sind tiefe Grundwasserbrunnen in den kiesigen Talfüllungen, nicht eine Talsperre und auch keine Fernleitung aus den Alpen. Die Fördergebiete liegen damit mitten in einer Landschaft, die von Inn, Rott und den Niederungen zwischen Simbach, Ering und Kirchdorf geprägt ist. Aus diesen Schichten kommt das Wasser mit seiner spürbaren Mineralisierung. Die Versorgung bleibt regional, bodennah und eng an die Geologie des Landkreises Rottal-Inn gebunden. Kirchdorf a.Inn unterscheidet sich damit deutlich von vielen Orten in Oberbayern oder im bayerischen Alpenvorland, wo weicheres Wasser aus Schmelzwasserablagerungen, Moorgebieten oder anderen Grundwasserleitern ankommt. Auch im Vergleich zu Nachbarorten entlang des unteren Inns fallen die Werte oft ähnlich, aber nicht identisch aus, weil jede Brunnenanlage andere Kiesschichten anzapft und der Anteil von Kalk, Sand und feinkörnigem Material schwankt. Das Kirchdorfer Wasser sitzt klar im harten Bereich und spiegelt den mineralreichen Untergrund des Inntals. Nicht ein einzelnes Bauwerk macht diesen Wert, sondern die Landschaft selbst: Fluss, Schotter, Grundwasser und das tertiäre Hügelland des Rottals greifen hier ineinander.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung Rottal

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber