Wasserhärte in Kleinebersdorf

PLZ 07646 · Saale-Holzland-Kreis, Thüringen

17,2 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband JenaWasser

Website

Praktische Tipps bei 17,2 °dH

Spülmaschine

Bei 17,2 °dH in Kleinebersdorf: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Thüringen

Kleinebersdorf liegt mit 17,2 °dH 3,7 °dH unter dem Durchschnitt (20,9 °dH).

Kleinebersdorf
17,2
Thüringen
20,9

Vergleich mit Deutschland

Kleinebersdorf liegt mit 17,2 °dH 2,5 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Kleinebersdorf
17,2
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Ottendorf 17,3 °dH hart
Renthendorf 15,3 °dH hart
Eineborn 17,2 °dH hart
Lippersdorf-Erdmannsdorf 18,1 °dH hart
Schwarzbach 18,9 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Kleinebersdorf

17,2 °dH — was steckt dahinter? Vor allem der Untergrund des Saale-Holzland-Kreises. Kleinebersdorf liegt auf einem Gebiet, in dem Kalk- und Mergelgesteine den Boden prägen und das Grundwasser auf seinem Weg durch diese Schichten viel Calcium und Magnesium aufnimmt. In der weiteren Umgebung bestimmen Muschelkalk, Buntsandstein und kleinräumig auch lössbedeckte Flächen das Bild; Bäche aus dem Elstertal und den höher liegenden Hängen der Region speisen das Grundwasser nur langsam nach. Genau deshalb fällt das Trinkwasser hier merklich härter aus als in Gegenden Thüringens, die stärker von weichen Sandstein- oder Waldgebieten geprägt sind. Die Lage zwischen Jena, Stadtroda und den Ortschaften des Holzlandes sorgt dafür, dass sich die Zusammensetzung nicht mit jedem Kilometer gleich verhält. Je näher Kalkzüge und verkarstete Schichten an die Fassungsbereiche heranreichen, desto härter wird das Wasser. Das Trinkwasser für Kleinebersdorf stammt aus dem Netz des Zweckverbands JenaWasser. Versorgt wird der Ort über die regionale Verbundleitung aus dem Wasserwerk Porstendorf und weiteren Anlagen des Verbands, die Grundwasser aus den Gewinnungsgebieten im Saale- und Holzlandraum einspeisen. Je nach Betriebsführung fließt das Wasser aus Brunnen und Aufbereitungsanlagen in das Ortsnetz, nicht aus einer Talsperre. Diese Herkunft passt zur Geologie der Gegend: Das Wasser legt einen Weg durch mineralreiche Schichten zurück und bleibt deshalb kalkhaltig. Kleinebersdorf hängt damit an einem Versorgungssystem, das zwischen den Quell- und Brunnengebieten südlich und östlich von Jena sowie den angeschlossenen Hochbehältern arbeitet und den Ort zuverlässig aus dem regionalen Verbund speist. Im Vergleich zu vielen Nachbarorten im Saale-Holzland-Kreis liegt Kleinebersdorf im härteren Bereich. Orte mit stärkerem Einfluss von Sandstein oder mit anderer Mischversorgung erreichen teils weichere Werte, während Kalkstandorte der Region oft ähnlich kräftige Härten zeigen. Gegenüber Teilen Thüringens, etwa in Gebirgs- und Waldlagen mit weicherem Quellwasser, wirkt Kleinebersdorf deutlich mineralreicher. Der Unterschied kommt nicht aus dem Wasserhahn selbst, sondern aus dem Weg, den das Wasser im Untergrund zurücklegt. Gerade dieser geologische Fingerabdruck macht den Ort rund um Kahla, Stadtroda und Jena als Trinkwasserstandort so klar erkennbar: kleinräumig, kalkreich, regional versorgt und von den Gesteinen des Holzlandes geprägt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband JenaWasser

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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