Wasserhärte in Kunreuth

PLZ 91358 · Forchheim, Bayern

13,1 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
Anzeige

Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Ehrenbürggruppe

Website

Praktische Tipps bei 13,1 °dH

Spülmaschine

Bei 13,1 °dH in Kunreuth: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Kunreuth liegt mit 13,1 °dH 4,2 °dH unter dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Kunreuth
13,1
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Kunreuth liegt mit 13,1 °dH 1,6 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Kunreuth
13,1
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Pinzberg 13,3 °dH mittel
Wiesenthau 14,7 °dH hart
Effeltrich 12,8 °dH mittel
Leutenbach 13,9 °dH mittel
Hetzles 12,2 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Kunreuth

Kunreuth liegt mit 13,1 °dH spürbar über dem bayerischen Durchschnitt vieler Kommunen, die oft weicheres Wasser aus alpinen oder großräumig aufbereiteten Quellen bekommen. Der Grund sitzt direkt unter der Landschaft des Forchheimer Oberlands: Kalk- und Dolomitgesteine des fränkischen Jura prägen den Untergrund, dazu kommen verkarstete Schichten mit vielen Klüften und Hohlräumen. Regenwasser sickert dort rasch ein, löst unterwegs Calcium und Magnesium aus dem Gestein und kommt deshalb nicht weich, sondern mittelhart wieder an die Oberfläche. Die Umgebung von Kunreuth wird von kleinen Bächen und Talzügen zur Wiesent und zum Regnitzsystem entwässert; solche Fließwege zeigen, dass das Wasser hier aus einem mineralreichen Einzugsgebiet stammt und nicht aus einem reinen Sand- oder Granitboden, wie er deutlich weichere Werte liefern würde. Gegenüber Orten mit stärkerem Anteil an Sandstein oder mit Fernwasserbezug bleibt Kunreuth damit klar kalkgeprägter. Die Versorgung läuft über den örtlichen Zweckverband oder kommunalen Netzbetreiber aus dem Landkreis Forchheim, der das Trinkwasser aus regionalen Grundwasserfassungen und Brunnen speist. Typisch für diese Ecke der Fränkischen Schweiz sind tiefe Brunnen in den wasserführenden Karst- und Schotterlagen sowie Quellfassungen aus dem Umfeld der Höhenzüge zwischen Ebermannstadt, Forchheim und dem Trubachtal. Solche Fassungen liefern kein Talsperrenwasser und auch kein Fernwasser aus großen Mischsystemen, sondern Wasser aus der unmittelbaren Region. Genau daraus entsteht die mittlere Härte: weniger weich als in manchen Voralpen- oder Oberfranken-Orten mit überwiegend geschütztem Quellwasser, aber auch deutlich nicht so hart wie in einzelnen reinen Kalkgebieten mit höherem Mineralgehalt. Der Versorger hält den Wert im Netz stabil, weil er mehrere örtliche Gewinnungsstellen kombiniert und damit Schwankungen zwischen trockenen und niederschlagsreichen Zeiten ausgleicht. Im Vergleich zu Nachbarorten in der Fränkischen Schweiz wirkt Kunreuth damit wie ein typischer Übergangsfall zwischen weicherem Oberflächen- und deutlich härterem Karstwasser. Richtung Forchheim und ins Regnitztal mischen sich teils andere Grundwasserleiter, die je nach Ort etwas andere Härtewerte bringen. Richtung Wiesenttal und in die höher gelegenen Juraabschnitte steigen Kalkanteile und Mineralgehalte oft weiter an. Kunreuth liegt genau in diesem geologischen Spannungsfeld: genug Kalk im Untergrund, um das Wasser merklich zu mineralisieren, aber nicht so viel, dass ein sehr harter Wert entsteht. Der Ort steht damit näher an der fränkisch-jurassischen Wasserlandschaft als an den weicheren Wasserregionen Bayerns, und gerade diese Lage erklärt den messbaren Mittelwert von 13,1 °dH.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Ehrenbürggruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber