Wasserhärte in Langerringen

PLZ 86853 · Augsburg, Bayern

17,7 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Gemeinde Langerringen

Website

Praktische Tipps bei 17,7 °dH

Spülmaschine

Bei 17,7 °dH in Langerringen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Langerringen liegt mit 17,7 °dH genau im Durchschnitt (17,3 °dH).

Langerringen
17,7
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Langerringen liegt mit 17,7 °dH 3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Langerringen
17,7
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Schwabmünchen, St 18 °dH hart
Obermeitingen 17,7 °dH hart
Hiltenfingen 17,6 °dH hart
Untermeitingen 17,2 °dH hart
Hurlach 18,9 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Langerringen

Zwischen Wertach und Lech liegt Langerringen in einer Landschaft, die seit der Eiszeit von Schottern, Kiesen und sandigen Ablagerungen geprägt ist. Südlich und östlich steigen die flachen Moränen- und Terrassenzüge des Lechfelds an, nördlich öffnen sich die Niederungen Richtung Augsburg. Genau dieser Untergrund prägt das Trinkwasser: Regen und Schmelzwasser versickern rasch in die mächtigen Kieskörper, nehmen dort Calcium und Magnesium aus Kalk- und Dolomitanteilen auf und liefern am Ende ein hartes Wasser mit 17,7 °dH. Der Wert passt zu einem Ort am Rand des Lech- und Wertachtals, wo das Grundwasser nicht aus weichem Mittelgebirgsgebirge kommt, sondern aus mineralreichen Lockersedimenten. Gegenüber vielen Orten im bayerischen Voralpenland ist das Wasser weniger weich, aber im Vergleich zu tieferen, stark karbonathaltigen Schottergebieten im Süden des Landkreises liegt es im mittleren harten Bereich. Das Trinkwasser von Langerringen stammt aus dem Netz des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Lechfeldgemeinden. Versorgt wird der Ort aus örtlichen Tiefbrunnen im Lechfeld, die das Grundwasser aus den kiesigen, gut durchlässigen Schichten fördern. Von dort gelangt es über Aufbereitung und Hochbehälter in das Ortsnetz. Oberflächenwasser aus Flüssen oder Talsperren spielt hier keine Rolle; entscheidend sind die flach liegenden Grundwasserleiter zwischen Lech und Wertach, die durch die jungen Schotterkörper ständig neu gespeist werden. Diese regionale Gewinnung macht das Wasser ortsnah und geologisch klar lesbar: Was im Boden an Kalk steckt, taucht später im Hahn wieder auf. Langerringen unterscheidet sich damit deutlich von vielen Nachbarorten im Landkreis Augsburg, die an ganz anderen Wasserquellen hängen. Orte mit stärkerem Einfluss aus Moor- oder Talraumwasser erhalten oft weicheres Wasser, während Gemeinden auf den Lechschottern ähnlich harte Werte zeigen. Gegenüber dem übrigen Bayern, wo Franken mit seinen teils deutlich härteren Kalk- und Gipsgrundlagen, aber auch der Bayerische Wald mit viel weicherem Quellwasser kontrastieren, steht Langerringen genau in der Lechfeld-Mitte: nicht alpennah weich, nicht fränkisch extrem, sondern typisch schwäbisch-lechfeldisch. Der Härtewert erzählt hier direkt von der Landschaft, vom Kies unter den Feldern und von einem Grundwasser, das den Weg durch kalkreiche Sedimente genommen hat, bevor es in Langerringen aus dem Hahn kommt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Gemeinde Langerringen

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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