Wasserhärte in Lehrberg

PLZ 91611 · Ansbach, Bayern

21 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Reckenberg-Gruppe

Website

Praktische Tipps bei 21 °dH

Spülmaschine

Bei 21 °dH in Lehrberg: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Lehrberg liegt mit 21 °dH 3,7 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Lehrberg
21
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Lehrberg liegt mit 21 °dH 6,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Lehrberg
21
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Flachslanden 22 °dH hart
Ansbach 16,8 °dH hart
Colmberg 17,4 °dH hart
Rügland 22 °dH hart
Leutershausen, St 17,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Lehrberg

Zwischen den sanften Höhen des Frankenhöhen-Vorlandes und den offenen Tälern westlich von Ansbach sammelt sich das Regenwasser in Lehrberg langsam seinen Weg ins Grundwasser. Die Hänge aus Sandstein, Mergel und tonigen Schichten der Frankenhöhe lassen Niederschläge nicht rasch abfließen, sondern speichern sie in tieferen Lagen. Gleichzeitig tragen die Böden im Umfeld von Lehrberg Kalkanteile aus der Keuperlandschaft, die das Wasser auf seinem Weg mit Calcium und Magnesium anreichern. So entsteht der harte Charakter mit 21 °dH. Die Lage zwischen den kleinen Seitentälchen Richtung Fränkische Rezat und den höher liegenden Rücken erklärt, warum das Wasser hier mineralreicher ausfällt als in manchen Nachbarorten mit stärker sandigen oder flacheren Einzugsgebieten. Der Landkreis Ansbach liegt mitten in einer Landschaft, in der Keuper, Sandstein und lössige Deckschichten dicht beieinanderliegen. Diese Mischung prägt jede Probe aus dem Leitungsnetz. Das Trinkwasser kommt nicht aus einem einzelnen großen Stausee, sondern aus der regionalen Verbundversorgung des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Reckenberg-Gruppe, der zahlreiche Ortschaften im südwestlichen Landkreis Ansbach versorgt. Für Lehrberg werden Grundwasserressourcen aus den eigenen Brunnen und Förderanlagen der Verbundversorgung genutzt, ergänzt durch Aufbereitung und Einspeisung in das Netz vor Ort. Diese Struktur ist typisch für den ländlichen Raum zwischen Ansbach, Colmberg, Flachslanden und Weihenzell, wo Quell- und Brunnenwasser aus den tieferen Schichten der Keuperlandschaft gefasst wird. Anders als in Teilen Oberbayerns, wo weicheres Wasser aus alpennahen Einzugsgebieten dominiert, bleibt das Wasser in Lehrberg deutlich härter, weil es länger mit kalk- und mineralhaltigen Gesteinen in Kontakt steht. Auch gegenüber Orten mit stärkerem Einfluss von Buntsandstein oder jüngeren Lockersedimenten zeigt Lehrberg ein klar kräftigeres Härteprofil. Das Ergebnis ist ein Ortsbild, das auch im Wasser sichtbar wird: Lehrberg liegt in einer Region ohne alpines Schmelzwasser und ohne große Talsperren, dafür im Spannungsfeld zwischen den Höhenzügen der Frankenhöhe und den Tälern Richtung Ansbach. Die Mineralfracht kommt aus dem Untergrund, nicht aus Fernwasserleitungen. Darin unterscheidet sich der Ort deutlich von vielen Gegenden im Bayerischen Wald oder im Alpenvorland, wo weiche Wässer häufiger sind. Hier im westlichen Mittelfranken prägen die geologische Schichtung, die örtlichen Brunnen und die regionale Verbundleitung das Leitungswasser. Hart ist es, weil der Boden hartnäckig kalk- und mineralreich ist.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Reckenberg-Gruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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