Wasserhärte in Mödingen

PLZ 89426 · Dillingen a.d.Donau, Bayern

19 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Mödinger Gruppe

Website

Praktische Tipps bei 19 °dH

Spülmaschine

Bei 19 °dH in Mödingen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Mödingen liegt mit 19 °dH 1,7 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Mödingen
19
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Mödingen liegt mit 19 °dH 4,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Mödingen
19
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Wittislingen 18,7 °dH hart
Ziertheim 18,6 °dH hart
Finningen 18,8 °dH hart
Haunsheim 18,2 °dH hart
Lauingen (Donau), St 18,8 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Mödingen

22,7 °dH — was steckt dahinter? In Mödingen trifft Regenwasser auf die Kalklandschaft des südlichen Schwäbischen Albvorlands und löst auf dem langen Weg durch Muschelkalk und Dolomit viel Calcium und Magnesium aus dem Gestein. Genau deshalb fällt das Trinkwasser hier hart aus. Der Landkreis Dillingen a.d.Donau liegt auf einer Schichtfolge, die seit dem Jura von Karst, Kalk und tonigen Zwischenlagen geprägt ist. Nördlich der Donau und zwischen den Tälern von Egau, Kessel und den kleineren Seitengräben versickert Wasser rasch im Untergrund, statt weich über Sand zu laufen. Es nimmt dabei die Mineralien auf, die den Härtewert in Mödingen hochziehen. Im Vergleich zu Orten näher an der Donau-Aue oder zu Gemeinden mit mehr Lockersedimenten ist das Wasser hier deutlich kalkreicher. Auch im bayerischen Vergleich liegt Mödingen am harten Ende, weil weite Teile des Freistaats von weicherem Voralpen- oder Granitwasser profitieren, während hier die Kalkschichten das Bild bestimmen. Das Trinkwasser kommt nicht aus einer Talsperre, sondern aus örtlichen Grundwasserfassungen des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Mödinger Gruppe. Gefördert wird es aus Brunnen im Einzugsbereich der Gemeinde und der umliegenden Höhenzüge, wo Niederschlag im verkarsteten Untergrund versickert und als Grundwasser wieder angetroffen wird. Die Versorgung läuft damit regional und bodennah, ohne große Fernwasserleitung aus alpinen Speichern. Diese Nähe zum Untergrund erklärt auch die Bindung an die lokale Geologie: Was im Untergrund der Albvorlandkante gelöst wird, landet am Ende im Hahn. Mödingen unterscheidet sich damit sichtbar von mehreren Nachbarorten im Dillinger Raum, die je nach eigener Brunnenlage etwas weichere oder gleichfalls harte Werte zeigen, aber selten ganz aus dem kalkigen Rahmen fallen. Die Lage zwischen Donautal, Egautal und den Jurahöhen sorgt hier für ein Wasserbild, das klar von den karbonatreichen Schichten geprägt ist. Wer aus Richtung Nördlingen oder aus Teilen des Donaurieds kommt, trifft oft auf andere Verhältnisse im Untergrund; Mödingen bleibt dagegen ein typischer Ort am Rand der Schwäbischen Alb, in dem Kalkstein und Grundwasser gemeinsam den Charakter des Trinkwassers formen.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Mödinger Gruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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