Wasserhärte in Neuötting, St

PLZ 84524 · Altötting, Bayern

19,1 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserzweckverband Inn-Salzach

Website

Praktische Tipps bei 19,1 °dH

Spülmaschine

Bei 19,1 °dH in Neuötting, St: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Neuötting, St liegt mit 19,1 °dH 1,8 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Neuötting, St
19,1
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Neuötting, St liegt mit 19,1 °dH 4,4 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Neuötting, St
19,1
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Altötting, St 18,9 °dH hart
Winhöring 19 °dH hart
Kastl 18,7 °dH hart
Reischach 18,8 °dH hart
Teising 19,2 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Neuötting, St

Unter Neuötting liegt das breite Schotter- und Sandeck des Inntals, darüber junge Flussablagerungen aus Kies, Sand und etwas Schluff. Diese Schichten stammen aus der Eiszeit und aus dem ständigen Umbau des Inns und seiner Zuflüsse. Der Untergrund speichert Wasser, doch die mineralreichen Lagen im weiteren Einzugsgebiet geben ihm Calcium und Magnesium mit auf den Weg. Dazu kommt der Einfluss der eiszeitlichen Moränen und der kalkreichen Voralpen, aus denen der Inn sein Wasser sammelt, bevor er bei Neuötting in die Niederung tritt. Genau dort liegt der Grund für den hohen Härtewert von 19,1 °dH: Das Wasser nimmt auf seinem Weg durch kalkige und mergelige Gesteine viel Härte mit, während die lockeren Flusssedimente im Tal den mineralischen Charakter nicht mehr herausfiltern. Der nahe Inn und die Niederterrassen prägen die örtliche Hydrogeologie stärker als ein einzelner Felsboden unter der Stadt. Das Trinkwasser kommt nicht aus einer Talsperre, sondern aus gefassten Grundwasserbrunnen im Versorgungsnetz des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Inn-Salzach-Gruppe. Diese Brunnen erschließen das Grundwasser des Inntals, das über Kies- und Sandschichten gut nachgespeist wird und nach der Aufbereitung in das Netz von Neuötting eingespeist wird. Der Verband versorgt auch benachbarte Orte im Landkreis Altötting, darunter Altötting, Kastl und angrenzende Gemeinden, doch die örtlichen Härtewerte bleiben wegen der unterschiedlichen Brunnenmischung und der geologischen Lage nicht überall gleich. Neuötting liegt dabei deutlich im harten Bereich, während einzelne Nachbarorte je nach Mischwasser aus anderen Brunnenzügen etwas weicher oder ähnlich mineralisch versorgt werden. Im Vergleich zu vielen bayerischen Regionen mit weichem Quellwasser aus Mittelgebirgen fällt Neuötting durch ein deutlich kalkreicheres Wasser auf, wie es für das untere Inntal typisch ist. Der Versorger nutzt damit kein oberirdisches Flusswasser, sondern das Grundwasser unter den Schotterflächen zwischen Inn und den Randhöhen des Alpenvorlands. Gerade diese Kombination aus eiszeitlichen Ablagerungen, kalkführendem Einzugsgebiet und Inn-nahen Niederungen macht den Charakter des Neuöttinger Wassers aus. Der Ort teilt den geologischen Rahmen mit dem ganzen Altöttinger Becken, hebt sich aber in der Härte oft von Gemeinden ab, die aus anderen Wasserzonen des Landkreises oder aus weiter entfernten Mischgebieten gespeist werden.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserzweckverband Inn-Salzach

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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