Wasserhärte in Rattenkirchen

PLZ 84431 · Mühldorf a.Inn, Bayern

21 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Oberen Rottalgruppe

Website

Praktische Tipps bei 21 °dH

Spülmaschine

Bei 21 °dH in Rattenkirchen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Rattenkirchen liegt mit 21 °dH 3,7 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Rattenkirchen
21
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Rattenkirchen liegt mit 21 °dH 6,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Rattenkirchen
21
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Obertaufkirchen 20,4 °dH hart
Heldenstein 19,4 °dH hart
Schwindegg 20,4 °dH hart
Aschau a.Inn 19,4 °dH hart
Reichertsheim 21,5 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Rattenkirchen

22,7 °dH — was steckt dahinter? Rattenkirchen liegt auf den eiszeitlich geprägten Schotter- und Moränenflächen des nördlichen Alpenvorlands. Unter den Feldern und Wiesen liegen kalzium- und magnesiumreiche Sedimente, die das Regenwasser auf dem Weg ins Grundwasser stark aufladen. Dazu kommen die kiesigen Ablagerungen aus den Talräumen von Rott, Isen und Inn, die in diesem Teil des Landkreises Mühldorf a.Inn vielerorts für deutlich härteres Trinkwasser sorgen als in den nördlicheren Sand- und Granitgebieten Bayerns. Die Wasserhärte fällt deshalb hier höher aus als in Orten mit weichen Quellen aus dem Bayerischen Wald oder aus tiefen, kalkarmen Sandsteinzonen. In Rattenkirchen ist das kein Zufall, sondern Folge der regionalen Geologie: kalkhaltige Lockersedimente, lange Kontaktzeiten des Wassers mit dem Untergrund und die Grundwasserführung in den Schottern der Voralpenlandschaft. Das Trinkwasser kommt aus dem Netz des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Oberen Rottalgruppe. Versorgt werden Rattenkirchen und die umliegenden Ortsteile über gefördertes Grundwasser aus den Fassungen im Rottal, gespeist von tiefen Brunnen in den kiesigen Talfüllungen zwischen Heldenstein, Ampfing und den weiter südlich anschließenden Gewinnungsbereichen. Oberflächenwasser aus Talsperren spielt hier keine Rolle; die Region setzt auf Brunnenwasser aus geschützten Grundwasserleitern. Genau darin liegt auch der Unterschied zu manchen Nachbarorten: Während Orte in anderen Teilen Oberbayerns teils aus gemischten Verbundnetzen mit etwas weicherem Wasser beliefert werden, bleibt Rattenkirchen klar im harten Bereich. Der Vergleich mit Bayern zeigt das deutlich. Im Alpenvorland und im Inn- und Rottgebiet sind solche Werte häufig, im granitdominierten Osten oder in Teilen Frankens oft niedriger. Rattenkirchen steht damit typisch für den Landkreis Mühldorf a.Inn: landwirtschaftlich geprägt, auf jungem Schotter gebaut und wassergeologisch eng an die Talräume gebunden. Die Härte von 22,7 °dH passt zu dieser Landschaft, nicht zu einer Zufälligkeit im Leitungsnetz. Wer hier den Blick über die Nachbarorte wie Neumarkt-Sankt Veit, Winhöring oder Mühldorf richtet, erkennt schnell das Muster: Je stärker der Untergrund von kalkführenden Ablagerungen und eiszeitlichen Kiesen bestimmt wird, desto kräftiger fällt das Wasser aus. Rattenkirchen liegt genau in dieser Zone des südbayerischen Härtegrads, mit Grundwasser aus dem Rottal als klarer Ursache.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Oberen Rottalgruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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