Wasserhärte in Rechtmehring

PLZ 83562 · Mühldorf a.Inn, Bayern

19,3 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Rechtmehringer Gruppe

Website

Praktische Tipps bei 19,3 °dH

Spülmaschine

Bei 19,3 °dH in Rechtmehring: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Rechtmehring liegt mit 19,3 °dH 2 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Rechtmehring
19,3
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Rechtmehring liegt mit 19,3 °dH 4,6 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Rechtmehring
19,3
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Haag i.OB 19,4 °dH hart
Soyen 21,2 °dH hart
Albaching 19,3 °dH hart
Maitenbeth 20,9 °dH hart
Kirchdorf 19,4 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Rechtmehring

Unter Rechtmehring liegt ein Stück eiszeitlich geprägtes Voralpenland. Der Untergrund besteht nicht aus festem Kalkfels wie in den Alpen, sondern vor allem aus Moränenmaterial, Kiesen, Sanden und tonig-mergeligen Ablagerungen, die Gletscher aus den Alpen hierher geschoben und beim Abschmelzen abgelagert haben. In solchen Schichten sitzt das Grundwasser oft in wechselnden Lagen, nimmt aber auf seinem Weg durch die kalkreichen Sedimente viel Calcium und Magnesium auf. Genau daraus ergibt sich der Härtewert von 19,3 °dH. Das Wasser bleibt also nicht weich, sondern kommt mineralisch stark aufgeladen aus dem Untergrund, der im Landkreis Mühldorf a.Inn von eiszeitlichen Schottern, Niederterrassen und Moränenzügen geprägt ist. Auch die Nähe zu Inn und den kleineren Bächen der Region sorgt nicht für weiches Wasser, sondern für eine Landschaft, in der versickerndes Niederschlagswasser lange durch kalkhaltige Schichten wandert und dabei Härte bildet. Rechtmehring bezieht sein Trinkwasser aus dem Netz des örtlichen Zweckverbands, der die Gemeinde über tiefere Grundwasserfassungen und Brunnen im regionalen Einzugsgebiet versorgt. Das Wasser stammt damit nicht aus einer Talsperre und nicht aus Fernleitungen, sondern aus gefördertem Grundwasser aus dem wasserreichen Voralpenland. Die Brunnen liegen in den Schotter- und Moränenkörpern der Umgebung, wo sich sauberes Grundwasser in den durchlässigen Kiesen sammelt. Nach der Aufbereitung gelangt es über das Leitungsnetz in den Ort. Gerade dieser regionale Ursprung erklärt, warum Rechtmehring auf einen deutlich härteren Wert kommt als Gegenden mit Wasser aus sandigen oder granitreichen Gebieten. Dort fehlen die kalkreichen Schichten, die hier den Mineralgehalt nach oben treiben. Im Vergleich zu vielen Orten in Oberbayern liegt Rechtmehring damit eher auf der harten Seite. In Teilen Bayerns, vor allem dort, wo weiche Sandsteine, Urgestein oder Moorböden dominieren, fällt die Härte oft spürbar niedriger aus. Auch manche Nachbarorte im Landkreis können je nach Brunnenfeld und geologischer Lage etwas anders ausfallen, doch das Grundmuster bleibt: Wer im Inn-Chiemgau und im südöstlichen Oberbayern Wasser aus eiszeitlichen Kiesen und Moränen nutzt, bekommt meist ein mineralreiches, kalkhaltiges Trinkwasser. Rechtmehring steht genau in dieser Landschaft. Der Ort lebt geologisch von den Spuren der Eiszeit, und diese Spuren prägen bis heute den Geschmack, die Zusammensetzung und die Härte des Trinkwassers.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Rechtmehringer Gruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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