Wasserhärte in Seeon-Seebruck

PLZ 83358 · Traunstein, Bayern

19 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Seeoner Gruppe

Website

Praktische Tipps bei 19 °dH

Spülmaschine

Bei 19 °dH in Seeon-Seebruck: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Seeon-Seebruck liegt mit 19 °dH 1,7 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Seeon-Seebruck
19
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Seeon-Seebruck liegt mit 19 °dH 4,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Seeon-Seebruck
19
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Chieming 16,6 °dH hart
Eggstätt 15 °dH hart
Gstadt a.Chiemsee 19,4 °dH hart
Chiemsee (See) 17,6 °dH hart
Altenmarkt a.d.Alz 17,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Seeon-Seebruck

Der Landkreis Traunstein liegt an einer geologisch sehr bewegten Nahtstelle zwischen den jungen Moränen- und Schotterlandschaften des Alpenvorlands und den nördlichen Ausläufern der Chiemgauer Alpen. Eiszeiten haben hier mächtige Lockersedimente aus Kies, Sand und tonigen Lagen hinterlassen, dazu kommen Schmelzwasserablagerungen aus dem Chiemseegebiet und aus den Tälern von Alz und Tiroler Achen. Genau dieses Nebeneinander prägt auch Seeon-Seebruck am Nordufer des Chiemsees: Wasser, das durch kalkreiche Schotter und glaziale Sedimente sickert, löst auf seinem Weg Mineralien aus dem Untergrund. So entsteht der harte Wert von 19 °dH, der deutlich über vielen bayerischen Regionen liegt, in denen weiche Gebirgs- oder Moorwässer dominieren. Die Nähe zum Chiemsee selbst ändert daran wenig, denn der See speist nicht direkt das Trinkwasser, sondern die Grundwasserleiter im Umland, die von den eiszeitlichen Ablagerungen bestimmt werden. Das Trinkwasser kommt in Seeon-Seebruck aus dem lokalen Netz des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Seeoner Gruppe. Die Gemeinde wird aus mehreren Grundwasserfassungen und Tiefbrunnen im näheren Chiemgau versorgt, nicht aus einer Talsperre und nicht aus Fernwasser. Entscheidend sind die geschützten Brunnenstandorte in den kiesigen Niederungen zwischen Seeon, Truchtlaching und dem Seebrucker Umfeld, wo sauberes Grundwasser in den durchlässigen Schottern gesammelt wird. Diese Brunnen fördern Wasser, das auf dem Weg durch die kalkhaltigen Sedimente des Alpenvorlands deutlich mineralreicher geworden ist. Darum liegt die Härte hier spürbar höher als in Orten, die stärker von Moor- oder Quellwasser aus den Voralpen leben. Seebruck unterscheidet sich damit klar von vielen Nachbarorten am Chiemsee und im Landkreis. Östlich und südlich, näher an den Voralpen und den Quellgebieten der Traun, finden sich teils weichere Wässer mit anderem Mineralbild; westlich und nördlich, Richtung Altmoränen und trockeneren Schotterflächen, steigt die Härte wieder an. Seeon-Seebruck steht genau in dieser Übergangszone zwischen See, Fluss und eiszeitlichem Untergrund. Das Wasser trägt die Handschrift des Chiemseebeckens: klar, grundwassergeprägt und kalkreich. Im bayerischen Vergleich liegt der Ort damit nicht im weichen Bereich vieler Alpenrandquellen, sondern eher auf der härteren Seite der regionalen Trinkwasserkarte des Chiemgaus.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Seeoner Gruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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