Wasserhärte in Tittmoning, St

PLZ 84529 · Traunstein, Bayern

20 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Achengruppe

Website

Praktische Tipps bei 20 °dH

Spülmaschine

Bei 20 °dH in Tittmoning, St: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Tittmoning, St liegt mit 20 °dH 2,7 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Tittmoning, St
20
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Tittmoning, St liegt mit 20 °dH 5,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Tittmoning, St
20
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Tyrlaching 17,7 °dH hart
Fridolfing 18,4 °dH hart
Kirchweidach 17,9 °dH hart
Halsbach 17,9 °dH hart
Taching a.See 17,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Tittmoning, St

Zwischen Salzach und Alz schiebt sich bei Tittmoning eine weite Voralpenlandschaft mit Moränenhügeln, Kiesrücken und feinen Talfüllungen zusammen. Diese Formen speichern Niederschläge nur begrenzt und leiten sie rasch in den Untergrund oder in die Bäche weiter. Unter dem Stadtgebiet und den nördlichen Ortsteilen liegt deshalb kein reiner Kalkstock, sondern ein Wechsel aus eiszeitlichen Schottern, tonigen Lagen und sandigen Einschaltungen. Aus diesen Schichten löst das versickernde Wasser Kalk und Magnesium, bevor es als Grundwasser wieder gefasst wird. So entsteht der harte Wert von 20 °dH: nicht ein einzelner Fluss macht ihn aus, sondern die Mischung aus kalkreichen Ablagerungen der Eiszeit und dem langen Kontakt des Wassers mit mineralischem Untergrund. Die Salzach prägt den Talraum zusätzlich, weil sie die Grundwasserstände in Ufernähe beeinflusst und den Untergrund mit frischen Kieskörpern aufgebaut hat, die das Wasser schnell durchlassen und mineralisch anreichern. Das Trinkwasser kommt in Tittmoning aus dem regionalen Leitungsnetz des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Achengruppe. Gefördert wird es aus Tiefbrunnen im Einzugsbereich der Achengruppe, aus gut geschützten Grundwasserhorizonten in den Schotter- und Talräumen des nördlichen Chiemgaus und des angrenzenden Voralpenlands. Dort wird das Wasser über Brunnen gefasst, aufbereitet und über Verbundleitungen nach Tittmoning, Kay und die umliegenden Ortsteile geleitet. Oberflächenwasser aus Talsperren spielt hier keine Rolle; die Versorgung stützt sich auf Grundwasser aus dem eigenen regionalen Verbund. Genau diese Herkunft erklärt den festen Mineralgehalt und den deutlichen Kalkanteil, der im Alltag des Ortsnetzes ankommt. Im Vergleich zu Nachbarorten im Landkreis Traunstein liegt Tittmoning spürbar im härteren Bereich. Orte näher an Mooren, feinkörnigen Talfüllungen oder wasserreicheren Quellgebieten erreichen oft weichere Werte, während das Salzachtal mit seinen kiesigen und kalkbeeinflussten Untergründen mehr Härte mitliefert. Auch gegenüber vielen Teilen Bayerns, besonders den großen Städten mit Mischwasser aus weicheren Fern- und Quellgebieten, fällt Tittmoning mit 20 °dH deutlich mineralischer aus. Der Ort steht damit typisch für den südöstlichen Landkreis: nah an der Alpenkante, geprägt von eiszeitlichen Ablagerungen, Grundwasser aus Schotterkörpern und einem Wasser, das seinen Weg durch kalkhaltige Landschaftsschichten genommen hat.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Achengruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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