Wasserhärte in Unterammergau

PLZ 82497 · Garmisch-Partenkirchen, Bayern

19 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
Anzeige

Wasserversorger

Wasserbeschaffungsverband Unterammergau

Website

Praktische Tipps bei 19 °dH

Spülmaschine

Bei 19 °dH in Unterammergau: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Unterammergau liegt mit 19 °dH 1,7 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Unterammergau
19
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Unterammergau liegt mit 19 °dH 4,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Unterammergau
19
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Oberammergau 19 °dH hart
Bad Kohlgrub 21,8 °dH hart
Saulgrub 19 °dH hart
Ettal 18,8 °dH hart
Schwaigen 16,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Unterammergau

Unterammergau liegt beim Ammertal auf hartem Voralpenboden und hebt sich damit deutlich von vielen Orten im bayerischen Alpenvorland ab, wo Mischwasser oft weicher ausfällt. 19 °dH passen hier zu einem Versorgungsgebiet, das stark von kalkreichen Schichten geprägt ist. Der Untergrund der Ammergauer Alpen und des nördlichen Alpenrandes liefert reichlich Calcium und Magnesium ins Grundwasser. Dazu kommen Schotter- und Moränenablagerungen aus der Eiszeit, durch die Regen- und Schmelzwasser versickert, mineralisch angereichert wieder austritt und am Ende als hartes Trinkwasser im Netz landet. Die Nähe zur Ammer und zu den Quellhängen Richtung Klamm und Graswangtal sorgt dafür, dass das Wasser auf dem Weg in die Gewinnungsbereiche lange mit Kalkgestein in Kontakt bleibt. Genau dieser geologische Weg macht Unterammergauer Wasser deutlich härter als manch benachbarte Versorgung im Landkreis Garmisch-Partenkirchen, etwa dort, wo stärker quellgespeiste oder anders gemischte Systeme wirken. Das Trinkwasser kommt vor Ort aus dem Netz des Wasserbeschaffungsverbands Unterammergau. Versorgt wird die Gemeinde aus lokalen Quellen und Fassungen im Ammertal und an den Hängen der Ammergauer Alpen, nicht aus einer fernen Talsperre. Entscheidend sind die ergiebigen Quell- und Grundwasservorkommen zwischen Unterammergau, Oberammergau und dem Übergang ins Graswangtal. Dort sammelt sich Wasser aus Niederschlag und Schneeschmelze, wird im verkarsteten Kalkgestein gefiltert und in den Fassungen gefasst. Der Verband speist dieses Wasser direkt in die Ortsversorgung ein und hält damit die Eigenständigkeit der Gemeinde hoch. Das unterscheidet Unterammergau auch von größeren Nachbarorten im Ammertal, die teils anders gemischte oder stärker regional verzweigte Wasserbezüge haben. Im Vergleich zum bayerischen Durchschnitt liegt Unterammergau klar auf der harten Seite. Vieles in Bayern profitiert von weicherem Alpenrandwasser, doch hier schlägt die Kalkgeologie der Ammergauer Alpen direkt durch. Zwischen Saulgrub, Bad Kohlgrub, Oberammergau und dem Tal der Ammer zeigt sich ein ähnliches Muster, aber Unterammergau bleibt mit 19 °dH ein besonders mineralreiches Teilstück dieses Landschaftsraums. Die Lage am südlichen Rand des Landkreises Garmisch-Partenkirchen, wo Bergkämme, Moränen und Flussläufe dicht aufeinandertreffen, prägt das Wasser stärker als in vielen Orten des Voralpenlands. Unterammergau ist damit ein Ort, an dem die Geologie nicht im Hintergrund bleibt, sondern im Trinkwasser deutlich mitspielt.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserbeschaffungsverband Unterammergau

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber