Wasserhärte in Waal

PLZ 86875 · Ostallgäu, Bayern

20,4 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der oberen Singold-Gruppe

Website

Praktische Tipps bei 20,4 °dH

Spülmaschine

Bei 20,4 °dH in Waal: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Waal liegt mit 20,4 °dH 3,1 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Waal
20,4
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Waal liegt mit 20,4 °dH 5,7 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Waal
20,4
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Jengen 19,8 °dH hart
Unterdießen 20,3 °dH hart
Buchloe, St 21 °dH hart
Oberostendorf 19,6 °dH hart
Fuchstal 18,9 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Waal

Die Wasserversorgung in Waal kommt über den örtlichen Zweckverband aus dem Trinkwasserschutzgebiet bei Jengen. Dort fördern Tiefbrunnen im kiesigen Schotterkörper des Lechvorlandes das Rohwasser, gespeist aus den mächtigen Ablagerungen der Eiszeiten südlich von Kaufbeuren. Genau dieser Untergrund prägt den Härtewert von 20,4 °dH: Das Wasser hat auf seinem Weg durch die kalkreichen Schotter und Moränen des Allgäuer Alpenvorlands reichlich Calcium und Magnesium aufgenommen. Der Lech und seine Schmelzwasserrinnen haben hier über lange Zeit solche Kies- und Sandpakete hinterlassen, aus denen kein weiches Quellwasser, sondern mineralreiches Grundwasser gewonnen wird. Waal liegt damit in einer Zone, in der die Böden und Gesteine deutlich härteres Wasser liefern als viele Gegenden auf der Alpenkette selbst oder in Oberbayerns Moor- und Seengebieten. Lieferant ist der Zweckverband zur Wasserversorgung der Waaler Gruppe, der das Wasser aus den Brunnen im Raum Jengen und aus benachbarten Gewinnungsanlagen im westlichen Ostallgäu ins Netz einspeist. Die Versorgung steht nicht auf einer Talsperre und nicht auf einem Fernwasserstrang aus den Alpen, sondern auf lokalem Grundwasser aus dem Schotterfeld zwischen Waal, Jengen, Buchloe und dem Lechtalraum. Diese Herkunft erklärt auch den Unterschied zu Orten mit niedrigerer Härte im Voralpenland, wo Quellwasser aus jüngeren, weniger kalkreichen Einzugsgebieten genutzt wird. Gegenüber vielen bayerischen Städten mit Mischwasser aus Fernleitungen oder alpinen Quellen bleibt Waal deutlich bodenständiger: härter, mineralischer und stark an den Untergrund des Ostallgäus gebunden. Im direkten Vergleich mit den Nachbarorten zeigt sich das sehr klar. Richtung Lech und in Teilen des südlichen Ostallgäus wechseln die Werte je nach Gewinnungsgebiet, doch Waal bleibt mit 20,4 °dH fest im harten Bereich. Das passt zur Lage zwischen den eiszeitlichen Schotterflächen und den landwirtschaftlich genutzten Ebenen um Jengen und Buchloe. Der Ort bezieht sein Trinkwasser also aus einem regionalen Grundwasservorkommen, das von der Geologie des Lechvorlands geprägt ist. Wer in Waal Wasser aus dem Hahn nutzt, bekommt kein Fernwasser aus einer Großanlage, sondern ein lokales Produkt aus dem Untergrund des Ostallgäus, geformt von Lech, Schotter und kalkreichem Alpenvorland.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der oberen Singold-Gruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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