Wasserhärte in Wald

PLZ 87616 · Ostallgäu, Bayern

19,1 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
Anzeige

Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Gennach-Hühnerbach-Gruppe

Website

Praktische Tipps bei 19,1 °dH

Spülmaschine

Bei 19,1 °dH in Wald: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Wald liegt mit 19,1 °dH 1,8 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Wald
19,1
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Wald liegt mit 19,1 °dH 4,4 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Wald
19,1
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Lengenwang 19 °dH hart
Görisried 18 °dH hart
Unterthingau 17,8 °dH hart
Rückholz 18,2 °dH hart
Marktoberdorf, St 21 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Wald

19,1 °dH prägen das Trinkwasser in Wald im Ostallgäu. Dahinter steht die Geologie des Voralpenraums: eiszeitlich geprägte Schotter und Moränen, dazu kalkreiche Ablagerungen aus den Alpen, aus denen das Wasser unterwegs Calcium und Magnesium löst. In diesem Teil des Landkreises Ostallgäu fließt das Wasser nicht durch hartes Felsgestein allein, sondern durch mächtige Lockersedimente, die den Untergrund vielerorts mit Kalkbestandteilen anreichern. Auch die Nähe zu den Lech- und Wertachräumen wirkt mit, denn die regionalen Grundwasservorkommen werden von mineralreichen Schichten gespeist, die sich über lange Zeit im Vorland der Alpen abgelagert haben. Deshalb liegt Wald klar auf der harten Seite, deutlich über dem weichen Spektrum, das in manchen höher gelegenen oder stärker von Quellwasser geprägten Orten Bayerns vorkommt. Das Trinkwasser kommt hier aus dem Netz des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Gennachgruppe. Der Verband versorgt Wald gemeinsam mit mehreren Gemeinden im nördlichen Ostallgäu und bezieht sein Wasser aus eigenen Grundwasserfassungen und Brunnen im Verbandsgebiet. Diese Gewinnung aus dem Untergrund ist typisch für das Voralpenland: saubere, gut geschützte Aquifere liefern das Rohwasser, das nach der Aufbereitung ins Ortsnetz gelangt. Talsperren spielen in Wald keine Rolle, entscheidend sind die örtlichen Brunnen und Quellen des Verbands, die auf die wasserführenden Schotterkörper der Region zugreifen. So bleibt die Herkunft eng mit der Landschaft verbunden, statt über weite Strecken herangeführt zu werden. Im Vergleich zu Nachbarorten im Ostallgäu fällt Wald damit in ein härteres Muster als viele Orte im bayerischen Alpenvorland, die mit mittleren Werten durch gemischte Grundwasserstände versorgt werden. Richtung Allgäu und in einigen höher gelegenen Quellgebieten kann das Wasser spürbar weicher ausfallen, während Orte auf kalk- und schotterreichen Ebenen ebenfalls höhere Härten zeigen. Bayern insgesamt ist kein einheitliches Wasserland: Zwischen alpennahen, kalkreichen Regionen und Gebieten mit sandigeren oder granitisch geprägten Untergründen liegen deutliche Unterschiede. Wald steht mit 19,1 °dH auf der mineralreichen Seite dieses Spektrums, und genau das spiegelt die Landschaft des Ostallgäus mit ihren Schottern, Moränen und grundwasserführenden Vorlandschichten wider.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Gennach-Hühnerbach-Gruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber