Wasserhärte in Woringen

PLZ 87789 · Unterallgäu, Bayern

21 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Zweckverband für Wasserversorgung der Woringer Gruppe

Website

Praktische Tipps bei 21 °dH

Spülmaschine

Bei 21 °dH in Woringen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Woringen liegt mit 21 °dH 3,7 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Woringen
21
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Woringen liegt mit 21 °dH 6,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Woringen
21
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Kronburg 18 °dH hart
Lachen 19,2 °dH hart
Benningen 17,2 °dH hart
Bad Grönenbach 17,2 °dH hart
Wolfertschwenden 19,1 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Woringen

Unter Woringen liegt das Vorland der Alpen mit Schottern, Kiesen und Sanden, die Eiszeiten hier abgelagert haben. Der Untergrund stammt aus Moränenmaterial und aus den Schmelzwasserrinnen der Gletscher, dazu kommen örtlich Mergel- und Kalkanteile aus den Alpen, die mit dem Eis nach Norden verfrachtet wurden. Im Unterallgäu trifft dieses Material auf wasserreiches Grundwasser, das durch die groben Kiese schnell versickert, aber beim Kontakt mit Kalk und Dolomit viel Calcium und Magnesium aufnimmt. Genau deshalb steht Woringen bei 21 °dH hart da. Die Iller und ihre alten Schotterterrassen prägen den Wasserhaushalt der Gegend, auch wenn der Ort selbst nicht direkt an einer großen Quelle sitzt. Das Wasser fließt hier also nicht weich aus jungem Sand, sondern durch mineralreiche Schichten, die ihm auf dem Weg ins Brunnenrohr Substanz mitgeben. Das Trinkwasser kommt aus der örtlichen Verbundversorgung im Unterallgäu über tief gefasste Grundwasserbrunnen, gespeist aus den quartären Schotterkörpern der Region. Zuständig ist der Zweckverband für Wasserversorgung der Woringer Gruppe, der die Ortsteile und das Gemeindegebiet über eigene Brunnen und das Leitungsnetz versorgt. Diese Brunnen greifen nicht auf Talsperren zurück, sondern auf lokales Grundwasser aus den eiszeitlichen Ablagerungen zwischen Memmingen, Bad Grönenbach und dem Illertal. Die Härte von 21 °dH passt zu dieser Herkunft: viel Kalk im Wasser, wenig Anlass für weiche Werte. Nachbarorte mit anderer Anbindung oder stärkerem Mischwasserbezug können merklich niedrigere Werte haben, während Woringen klar im harten Bereich bleibt. Im Vergleich zu vielen Teilen Bayerns, etwa zu den weicheren Mittelgebirgsgebieten oder zu manchen städtischen Fernwassernetzen, zeigt sich hier der alpine Schotter als härtebildender Faktor besonders deutlich.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband für Wasserversorgung der Woringer Gruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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