Wasserhärte in Essingen

PLZ 73457 · Ostalbkreis, Baden-Württemberg

12,9 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Zweckverband Landeswasserversorgung

Website

Praktische Tipps bei 12,9 °dH

Spülmaschine

Bei 12,9 °dH in Essingen: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Essingen liegt mit 12,9 °dH 3 °dH unter dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Essingen
12,9
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Essingen liegt mit 12,9 °dH 1,8 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Essingen
12,9
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Mögglingen 13,3 °dH mittel
Aalen 15 °dH hart
Oberkochen 15,9 °dH hart
Heubach 13,4 °dH mittel
Bartholomä 14,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Essingen

Der Ostalbkreis lebt von einem Untergrund, der Wasser nicht einfach nur speichert, sondern es auf seinem Weg auch prägt. Zwischen den Kalk- und Mergelschichten der Schwäbischen Alb, den tonigen Lagen des Keupers im Vorland und den eiszeitlich geformten Talräumen entstehen Bedingungen, die im Trinkwasser deutlich spürbar sind. Essingen liegt am Übergang zwischen Albtrauf und Remstal, dort, wo Niederschläge in den verkarsteten Kalken der Umgebung versickern und unterwegs Mineralien aufnehmen. Genau daraus erklärt sich der mittlere Härtewert von 12,9 °dH. Das Wasser ist nicht weich wie in manchen Schwarzwaldgemeinden und auch nicht so hart wie in stärker kalkgeprägten Randlagen der Alb. Die Gesteine geben Calcium und Magnesium ab, die Böden filtern zusätzlich, und die Nähe zu den tief eingeschnittenen Tälern von Rems und ihren Zuflüssen lenkt die Rohwasserwege in ein geologisch abwechslungsreiches Umfeld. Essingen steht damit zwischen zwei Welten: dem kalkreichen Albkörper und den sanfteren Vorländern des östlichen Württembergs. Das Trinkwasser kommt hier aus dem Netz des Zweckverbands Landeswasserversorgung, der große Teile des Ostalbkreises versorgt und seine Ressourcen vor allem aus dem Donauried und dem Langenauer Ried bezieht. Dort werden Tiefbrunnen genutzt, deren Wasser durch mächtige Kies- und Schotterschichten natürlich vorgereinigt wird, bevor es in die Aufbereitung und weiter in die Fernleitungen geht. Ergänzend speist der Verbund auch Quell- und Grundwasser aus dem Albvorland ein, je nach Netzabschnitt und Bedarf. Essingen erhält sein Wasser somit nicht aus einer einzelnen Dorfquelle, sondern aus einem überregionalen Versorgungssystem, das Rohwasser aus leistungsstarken Gewinnungsgebieten an die Ostalb bringt. Zuständig vor Ort ist die Landeswasserversorgung als Lieferant, während die Gemeinde die Verteilung im Ortsnetz organisiert. Gerade im Vergleich mit den Nachbarorten zeigt sich Essingen als Übergangsort. Richtung Aalen, Mögglingen und Heubach liegen vielerorts ähnliche bis etwas höhere Härten, weil dort der Kalk der Ostalb noch stärker durchschlägt. Im Vergleich zu tieferen, weniger karbonatreichen Regionen Baden-Württembergs fällt Essingen mit seinem mittleren Wert klar mineralischer aus. Gegenüber Teilen des Schwarzwalds oder des Oberrheins bleibt das Wasser spürbar härter, zugleich aber deutlich ausgeglichener als in manchen reinen Karstlagen der Alb. Diese Lage zwischen Albkalk, Vorland und Fernwassersystem macht Essingen wassergeologisch eigenständig. Das Leitungswasser trägt die Handschrift der Region: kalkreich, stabil versorgt und geprägt von einem Untergrund, der in Baden-Württemberg nur an wenigen Orten so viel über den Weg des Wassers erzählt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Landeswasserversorgung

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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