Wasserhärte in Gaimersheim

PLZ 85080 · Eichstätt, Bayern

20 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Anzeige

Wasserversorger

Stadtwerke Ingolstadt

Website

Praktische Tipps bei 20 °dH

Spülmaschine

Bei 20 °dH in Gaimersheim: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Gaimersheim liegt mit 20 °dH 2,7 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Gaimersheim
20
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Gaimersheim liegt mit 20 °dH 5,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Gaimersheim
20
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Wettstetten 19,9 °dH hart
Eitensheim 19,9 °dH hart
Ingolstadt 17,3 °dH hart
Buxheim 23,9 °dH hart
Hitzhofen 19,9 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Gaimersheim

22,7 °dH — was steckt dahinter? Hinter diesem harten Trinkwasser steht die Geologie des nördlichen Altmühltals und des südlichen Fränkischen Juras. In Gaimersheim treffen mächtige Kalk- und Dolomitgesteine auf eiszeitlich und lössgeprägte Deckschichten. Regenwasser sickert dort schnell durch Klüfte und Karsthohlräume, löst dabei Kalk aus dem Untergrund und nimmt zusätzlich Magnesium auf. Auch die Umgebung zwischen Ingolstadt, dem Schuttertal und den Jurahöhen bei Eichstätt liefert genau diese Mineralfracht. Die Nähe zu Donau und Schutter ändert daran wenig, denn die großen Flüsse transportieren das Wasser nicht direkt in den Hahn, prägen aber das Grundwasserregime der Region. Deshalb liegt Gaimersheim im harten Bereich, während Orte mit stärkerem Anteil an quartären Sanden und Kiesen oder mit Mischwasser aus anderen Gewinnungsräumen oft niedrigere Werte haben. Im Landkreis Eichstätt ist dieser Kalkcharakter typisch, nur fällt er je nach Brunnen und Mischverhältnis unterschiedlich stark aus. Das Trinkwasser kommt im Gemeindegebiet von den Ingolstädter Kommunalbetrieben beziehungsweise aus dem Versorgungsnetz, das von den Stadtwerken Ingolstadt gespeist wird. Eingespeist wird überwiegend aus Tiefbrunnen im Donauraum und aus weiteren Gewinnungsanlagen des Ingolstädter Wasserwerks, die in den kiesigen Grundwasserleitern südlich und östlich der Stadt liegen. Dieses Wasser wird gefördert, aufbereitet und über das Verbundnetz bis nach Gaimersheim verteilt. Die Versorgung hängt damit nicht an einer Talsperre, sondern an tiefem Grundwasser aus einem großräumigen Einzugsgebiet zwischen Donautal und Schutterebene. Genau dort sammelt sich Wasser, das auf seinem Weg durch Kalk und Dolomit reich an Härtebildnern wird. Gaimersheim steht damit anders da als manche Nachbarorte im weiteren Bayern. Im Alpenvorland oder in Teilen Oberbayerns mit vorwiegend kalkarmen Schottern und stark gemischten Quellfassungen fallen die Werte oft niedriger aus, während Juraorte von Eichstätt bis Kipfenberg ebenfalls häufig hartes Wasser melden. Gegenüber dem nahe gelegenen Ingolstadt ist Gaimersheim meist ähnlich aufgestellt, weil beide Orte am selben Versorgungsraum hängen. Der Unterschied zu Regionen mit weicheren Voralpenquellen oder zu Orten mit Donauwasser-Mischung zeigt sich deutlich: Hier dominiert der Jurakalk, dort stärker verdünntes oder anders gespeistes Wasser. Gaimersheim bleibt damit ein klarer Härtepunkt im Landkreis Eichstätt, geformt von Karst, Kalk und einem Grundwasser, das den Weg durch den Jura nicht ohne Spur zurücklegt.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Ingolstadt

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber