Wasserhärte in Ortrand

PLZ 01990 · Oberspreewald-Lausitz, Brandenburg

9,9 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserverband Lausitz (WAL)

Website

Praktische Tipps bei 9,9 °dH

Spülmaschine

Bei 9,9 °dH in Ortrand: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Brandenburg

Ortrand liegt mit 9,9 °dH 6,5 °dH unter dem Durchschnitt (16,4 °dH).

Ortrand
9,9
Brandenburg
16,4

Vergleich mit Deutschland

Ortrand liegt mit 9,9 °dH 4,8 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Ortrand
9,9
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Großkmehlen 9,9 °dH mittel
Kroppen 9,9 °dH mittel
Lindenau 11,3 °dH mittel
Frauendorf 11,3 °dH mittel
Großthiemig 10,1 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Ortrand

Der Zweckverband Gruppenwasserwerk Wittigstal liefert das Trinkwasser nach Ortrand; gewonnen wird es aus den Grundwasserwerken im Wittigstal bei Großthiemig und aus weiteren Fassungen im Raum Lampertswalde und Großenhain, wo tief liegende Sand- und Kieshorizonte zwischen eiszeitlichen Ablagerungen das Rohwasser speichern. Diese Brunnen liegen in einem Gebiet, das von der Schwarzen Elster und ihren Niederungen geprägt ist. Dort versickern Niederschläge rasch in die durchlässigen Sande. Kalkreiche Beimengungen aus den Schmelzwassersedimenten und dem Grundwasserstrom aus der Elsterniederung heben die Wasserhärte auf 9,9 °dH. Hartes Lausitzer Bergbaurevierwasser spielt hier keine Rolle, ebenso wenig die weichen Schwarzwald- oder Erzgebirgswässer, die man aus anderen Regionen kennt. Ortrand bekommt damit ein Rohwasser, das deutlich mineralischer ist als viele Oberflächenwässer, aber nicht an die sehr harten Werte mancher Brandenburger Regionen heranreicht. Ortrand liegt am Rand eines Landschaftsraums, der zwischen der sandigen Niederlausitz und den stärker grundwassergeprägten Niederungen nach Sachsen überleitet. Genau dort entstehen die mittleren Härtewerte: Lockersande, Kiese und eiszeitliche Schichten filtern das Wasser, nehmen aber auch gelöste Calcium- und Magnesiumanteile auf. In den Nachbarorten des Landkreises Oberspreewald-Lausitz fallen die Werte oft anders aus, weil dort entweder stärker entkalkte Sande oder, näher an den Tagebauen und Aufbereitungsanlagen, andere Rohwasserquellen dominieren. Ortrand steht damit zwischen zwei Welten. Das Wasser ist nicht so weich wie in vielen küstennahen Gebieten Brandenburgs und nicht so hart wie an Orten mit kalkreicherem Untergrund südlich davon. Die Lage an der sächsischen Grenze und die Nähe zu den Niederungen der Schwarzen Elster geben dem Ort ein eigenes Wasserprofil, das sich klar vom übrigen brandenburgischen Durchschnitt absetzt. Auch die Versorgungssituation ist speziell. Ortrand hängt nicht an einer Talsperre und nicht an einem großen Fernwasserverband mit Speichersee, sondern an regionalen Grundwasserwerken, die aus kleinen, räumlich eng begrenzten Gewinnungsgebieten gespeist werden. Diese Nähe zur Quelle macht den Charakter des Wassers ortsnah und stabil. Während in manchen Teilen Brandenburgs weite Transportwege oder Mischungen aus mehreren Wasserarten den Geschmack und die Härte stärker verändern, bleibt Ortrand bei einem klaren, bodengeprägten Grundwasser. Genau darin liegt der Unterschied zu den Nachbarorten: weniger Einfluss großräumiger Verbünde, mehr Einfluss des lokalen Untergrunds. Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz zeigt hier seine Übergangszone zwischen Lausitzer Sandflächen, Elsterniederung und dem sächsischen Rand. Ortrand bekommt daraus ein Wasser, das seine Herkunft aus den Brunnen im Wittigstal und den umliegenden Grundwasserfassungen deutlich erkennen lässt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserverband Lausitz (WAL)

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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