Wasserhärte in Reimlingen

PLZ 86756 · Donau-Ries, Bayern

16,5 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Bayerische Rieswasserversorgung

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Praktische Tipps bei 16,5 °dH

Spülmaschine

Bei 16,5 °dH in Reimlingen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Reimlingen liegt mit 16,5 °dH 0,8 °dH unter dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Reimlingen
16,5
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Reimlingen liegt mit 16,5 °dH 1,8 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Reimlingen
16,5
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Nördlingen, GKSt 16,3 °dH hart
Ederheim 16,3 °dH hart
Hohenaltheim 16,5 °dH hart
Möttingen 16,5 °dH hart
Deiningen 16 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Reimlingen

Unter Reimlingen liegt schwäbische Albgeologie mit viel Kalkstein, Mergel und lösshaltigen Deckschichten aus den Eiszeiten. Der Ort sitzt am Rand des Nördlinger Rieses, dessen Meteoriteneinschlag die Gesteine zertrümmert und Klüfte geschaffen hat, durch die Regenwasser rasch versickert. Dort löst es Kalk aus dem Untergrund und nimmt zusätzlich Mineralien aus den verkarsteten Schichten auf. Genau daraus entsteht die Härte von 16,5 °dH. Der Donau-Ries ist kein Gebiet mit weichen, sandigen Grundwasserleitern wie in manchen norddeutschen Ebenen, sondern ein Kalkland mit hartem Wasser. Auch die flachen Böden um Herkheim, Utzmemmingen und Nördlingen liefern kaum weiche Beimischung; sie liegen auf denselben karbonatreichen Ablagerungen, teils mit Moränenresten und Lehm, die den Wasserchemismus kaum entschärfen. Das Trinkwasser kommt aus dem Netz der Stadtwerke Nördlingen und aus regionalen Grundwasserfassungen im Ries, gespeist von tiefen Brunnen in den Schottern und Kieslagen des Rieskessels. Diese Brunnen erschließen Wasser, das zuvor durch Kalk- und Mergelschichten gestrichen ist und deshalb die Härte mitbringt. Talsperren spielen hier keine Rolle, auch große Fernleitungen aus Alpen- oder Donauwasser prägen den Ort nicht. Reimlingen hängt damit an einer lokalen Ries-Lösung, nicht an einer weit entfernten Mischwasserversorgung. Das macht den Ort deutlich anders als viele bayerische Regionen mit weicheren Quellen aus Wald- und Mittelgebirgslagen, etwa im Bayerischen Wald oder im Alpenvorland. Gegenüber den Nachbarorten zeigt sich Reimlingen als klarer Ries-Standort mit hartem, kalkgeprägtem Trinkwasser. Nördlingen und die Orte am Kraterrand teilen diesen Charakter, weil überall die gleiche junge Beckenfüllung auf den alten Kalkuntergrund trifft. Weiter westlich und südlich, wo Löss, Sand oder stärker grundwassergeprägte Talräume mehr Einfluss haben, fällt die Härte oft etwas niedriger aus. Reimlingen bleibt damit typisch für den Donau-Ries: geologisch scharf gezeichnet, mineralisch geprägt und deutlich härter als viele bayerische Versorgungsgebiete mit Moor-, Wald- oder Quellwasser.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Bayerische Rieswasserversorgung

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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