Wasserhärte in Reuth b.Erbendorf

PLZ 92717 · Tirschenreuth, Bayern

8,8 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Steinwaldgruppe

Website

Praktische Tipps bei 8,8 °dH

Spülmaschine

Bei 8,8 °dH in Reuth b.Erbendorf: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Reuth b.Erbendorf liegt mit 8,8 °dH 8,5 °dH unter dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Reuth b.Erbendorf
8,8
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Reuth b.Erbendorf liegt mit 8,8 °dH 5,9 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Reuth b.Erbendorf
8,8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Krummennaab 8,1 °dH weich
Erbendorf, St 8,8 °dH mittel
Windischeschenbach, St 8,1 °dH weich
Friedenfels 8,1 °dH weich
Falkenberg 8,8 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Reuth b.Erbendorf

22,7 °dH — was steckt dahinter? In Reuth b.Erbendorf prägt das kristalline Grundgebirge des Oberpfälzer Waldes das Trinkwasser stärker als weite Flussauen. Granit und Gneis lösen sich nur langsam, deshalb stammt das Wasser vor allem aus tieferen Grundwasserzonen und nicht aus jungen, kalkreichen Schichten. Die Böden sind meist sandig, sauer und arm an Carbonat; nahe Bäche wie die Waldnaab und ihre kleineren Zuflüsse sammeln Wasser aus einem Einzugsgebiet, in dem Silikatgestein dominiert. Genau dort liegt der Grund für den eher mittleren Härtebereich: wenig Kalk aus dem Untergrund, aber genug gelöste Mineralien, um das Wasser nicht weich erscheinen zu lassen. Der Wert fällt damit deutlich niedriger aus als in vielen bayerischen Regionen mit Kalk- und Dolomitgestein, bleibt aber spürbar über sehr weichen Quellwässern aus den Hochlagen des Mittelgebirges. Das Trinkwasser kommt hier aus dem örtlichen Leitungsnetz des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Steinwaldgruppe, der Reuth b.Erbendorf über Brunnen und Quellfassungen im nördlichen Landkreis Tirschenreuth versorgt. Die Gewinnung erfolgt aus geschützten Grundwasserbereichen im Umfeld von Steinwald und Waldnaabtal, wo Niederschläge langsam durch die verwitterten Granite sickern. Diese Herkunft erklärt den regionalen Fingerabdruck im Wasser: kurze Wege, wenig Oberflächenwasser, kaum Einfluss großer Talsperren. Anders als Orte am Fränkischen Jura oder in den Kalklandschaften Unterfrankens kommt hier kein hartes Karstwasser aus mächtigen Kalkstöcken an, sondern ein geologisch gebändigtes Mittelgebirgswasser mit vergleichsweise moderatem Mineralgehalt. Der Unterschied zu den Nachbarorten ist im Detail zu sehen. Richtung Erbendorf, Krummennaab oder Friedenfels bleibt der Untergrund ebenfalls von Granit und Gneis geprägt, doch lokale Brunnenlagen und Mischungen verschieben die Härte leicht nach oben oder unten. Gegenüber Orten mit stärker kalkführendem Untergrund in Nordbayern wirkt Reuth b.Erbendorf klar weicher, während es im Vergleich zu reinem Quellwasser aus den Höhenzügen des Steinwalds etwas mineralischer ausfällt. Der Landkreis Tirschenreuth zeigt damit seine typische Wasserlandschaft: nicht einheitlich weich, nicht flächig hart, sondern geologisch fein abgestuft. Reuth liegt genau in diesem Übergang und bekommt deshalb ein Wasser, das mehr vom uralten Granit des Oberpfälzer Waldes erzählt als von Flussniederungen oder Kalksteinzügen.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Steinwaldgruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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