Wasserhärte in Schöllnach

PLZ 94508 · Deggendorf, Bayern

9,7 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
Anzeige

Wasserversorger

Wasserversorgung Bayerischer Wald (WBW)

Website

Praktische Tipps bei 9,7 °dH

Spülmaschine

Bei 9,7 °dH in Schöllnach: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Schöllnach liegt mit 9,7 °dH 7,6 °dH unter dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Schöllnach
9,7
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Schöllnach liegt mit 9,7 °dH 5 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Schöllnach
9,7
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Iggensbach 10,4 °dH mittel
Außernzell 10,4 °dH mittel
Grattersdorf 7,5 °dH weich
Zenting 8,5 °dH mittel
Eging a.See 12,7 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Schöllnach

Der Landkreis Deggendorf liegt am Übergang vom Bayerischen Wald ins Gäuboden- und Donauvorland. Genau dieser geologische Wechsel prägt auch Schöllnach. Nördlich dominieren harte kristalline Gesteine des Bayerischen Waldes, darunter Gneis und Granit, die nur wenig Mineralien an das Wasser abgeben. Südlich und in den Tälern folgen lockere Schotter, Sande und tonige Lagen aus den Randbereichen des Donautals und der alten Flussablagerungen. Dazu kommt das Einzugsgebiet von Ilz, Ohe und den kleineren Bächen der Schöllnacher Mulde. Sie führen Wasser durch Böden, die teils kalkarm, teils von verwittertem Silikatgestein geprägt sind. Darum liegt die Härte in Schöllnach bei 9,7 °dH und damit im mittleren Bereich. Das Wasser nimmt unterwegs Mineralstoffe auf, aber nicht in dem Maß wie in Orten mit stark kalkigen Juragesteinen weiter westlich oder im reinen Donauschotterraum. Schöllnach bezieht sein Trinkwasser aus dem örtlichen Netz des Zweckverbands Wasserversorgung Bayerischer Wald, der im Raum Deggendorf und im vorderen Bayerischen Wald mehrere Gewinnungsanlagen betreibt. Versorgt wird die Gemeinde vor allem über Tiefbrunnen und Quellfassungen aus den wasserreichen Randlagen des Bayerischen Waldes, wo Niederschlag rasch in das geklüftete Grundgebirge einsickert und als sauberes Grundwasser wieder gefasst wird. Die Aufbereitung bleibt dabei schlank, weil das Rohwasser aus diesen Zonen meist nur mäßig mineralisiert ist. Die Lage zwischen den Quellgebieten des Mittelgebirges und den tieferen Talräumen sorgt dafür, dass Schöllnach nicht von Donauwasser, sondern von regionalem Grundwasser lebt. Das unterscheidet den Ort deutlich von Gemeinden direkt im Donauraum, wo Schotterkörper oft härteres Wasser liefern, und auch von vielen Orten im nördlichen Landkreis, wo die Quellhorizonte des Bayerischen Waldes noch weicheres Wasser bringen. Im Vergleich zu Niederalteich, Stephansposching oder den Orten näher an der Donau ist Schöllnach spürbar weniger von mächtigen Kalk- und Schotterpaketen geprägt. Gegenüber Orten tiefer im Bayerischen Wald fällt das Wasser oft etwas mineralreicher aus, weil hier die Übergangszone zwischen Bergland und Vorland liegt. Genau diese Lage macht den Härtewert von 9,7 °dH so typisch für Schöllnach: weder sehr weich wie in reinen Waldquellen noch deutlich härter wie in Teilen des Vorlandes. Die Wasserversorgung spiegelt damit die Landschaft vor Ort direkt wider, vom Granit der Höhenzüge über die feinkörnigen Talablagerungen bis zu den gefassten Grundwasservorkommen, die den Ort zuverlässig speisen.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserversorgung Bayerischer Wald (WBW)

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber