Wasserhärte in Untersiemau

PLZ 96253 · Coburg, Bayern

19,8 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Coburger Gruppe

Website

Praktische Tipps bei 19,8 °dH

Spülmaschine

Bei 19,8 °dH in Untersiemau: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Untersiemau liegt mit 19,8 °dH 2,5 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Untersiemau
19,8
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Untersiemau liegt mit 19,8 °dH 5,1 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Untersiemau
19,8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Großheirath 19,8 °dH hart
Niederfüllbach 22,4 °dH hart
Ahorn 22,4 °dH hart
Grub a.Forst 20,8 °dH hart
Coburg 21 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Untersiemau

19,8 °dH: hartes Wasser prägt Untersiemau deutlich, weil hier am Rand des Coburger Beckens kein junger, kalkarmer Sand dominiert, sondern Gesteine und Lockersedimente mit viel gelöstem Calcium und Magnesium. Das Sickerwasser nimmt diese Minerale im Untergrund auf, bevor es in die örtliche Trinkwassergewinnung gelangt. Prägend sind die Schichten des Buntsandsteins und der Muschelkalkzone im weiteren Umland, dazu tonige und mergelige Ablagerungen, die das Wasser länger im Boden halten und den Kontakt mit Kalk erhöhen. Auch die Nähe zum Itzgrund spielt hinein: Die Flusstäler und Niederungen bei Untersiemau, Bischberg und Meschenbach leiten Niederschläge durch den Untergrund, statt sie schnell abzutransportieren. So entsteht ein Wasser, das im Vergleich zu Regionen mit granitischen oder alpinen Einzugsgebieten spürbar kalkreicher ausfällt. Das Trinkwasser kommt aus dem Netz des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Coburger Gruppe. Versorgt wird Untersiemau aus regionalen Brunnen und Fassungen im Landkreis Coburg, nicht aus einer weiten Fernleitung. Entscheidend sind die Gewinnungsanlagen im Versorgungsgebiet der Coburger Gruppe, die das Grundwasser aus den lokalen Schichten fördern und über Aufbereitung und Speicher in die Ortsteile bringen. Diese Struktur erklärt, warum Untersiemau hydrologisch eng mit dem Coburger Land verbunden bleibt: Das Wasser stammt aus dem unmittelbaren Umfeld, aus den Grundwasserleitern zwischen Itz, Rodach und den sanften Höhenzügen Richtung Coburg. Im Vergleich zu vielen Orten in Oberfranken liegt Untersiemau im oberen Härtebereich. Städte und Gemeinden mit stärker sandig geprägtem Untergrund oder mit stärkerem Anteil weicherer Fränkischer Sandsteine kommen oft auf niedrigere Werte. Gegenüber dem bayerischen Durchschnitt ist das Wasser hier klar kalkreicher, denn viele Regionen im Voralpenland oder in tieferen Sandsteinlandschaften bleiben deutlich weicher. Der Ort steht damit typisch für den nördlichen Rand des Coburger Beckens: kurze Wege zum Wasser, lokaler Untergrund, viel Gesteinskontakt und dadurch ein Härtewert, der die Geologie des Landkreises Coburg direkt sichtbar macht.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Coburger Gruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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