Wasserhärte in Bad Mergentheim

PLZ 97980 · Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg

22,6 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Stadtwerk Tauberfranken GmbH

Website

Praktische Tipps bei 22,6 °dH

Spülmaschine

Bei 22,6 °dH in Bad Mergentheim: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Bad Mergentheim liegt mit 22,6 °dH 6,7 °dH über dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Bad Mergentheim
22,6
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Bad Mergentheim liegt mit 22,6 °dH 7,9 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Bad Mergentheim
22,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Igersheim 22,6 °dH hart
Weikersheim 22,6 °dH hart
Assamstadt 23,9 °dH hart
Lauda-Königshofen 23,2 °dH hart
Boxberg 23,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Bad Mergentheim

Zwischen Tauber, Wachbach und den sanften Höhen des Taubertals liegt Bad Mergentheim auf einem Untergrund, der Wasser nicht einfach durchlässt, sondern es in den Schichten aus Muschelkalk, Mergeln und tonigen Lagen bremst und anreichert. Aus den Hängen und Nebentälern sickert Niederschlag in den verkarsteten Kalkstein, nimmt auf seinem Weg Mineralien auf und gelangt über Klüfte und Spalten wieder an die Oberfläche oder in tiefer liegende Brunnen. Genau dort liegt der Grund für den hohen Härtewert von 22,6 °dH: Das Wasser hat im Main-Tauber-Kreis viel Kontakt mit kalkreichen Gesteinen, während die Tauber selbst nur als prägenden Talfluss wirkt und keine weiche Oberflächenwasserquelle für die Stadt bildet. Die Landschaft liefert also kein leichtes, sondern ein deutlich mineralisiertes Wasser, das den geologischen Charakter des Taubertals unmittelbar widerspiegelt. Bad Mergentheim bezieht sein Trinkwasser aus dem örtlichen Versorgungsnetz der Stadtwerke Bad Mergentheim GmbH. Die Versorgung stützt sich auf eigene Gewinnungsanlagen mit Brunnen und Quellen im Stadtgebiet und den angrenzenden Talräumen; das Wasser wird dort gefasst, aufbereitet und in das Netz eingespeist. Anders als Orte mit großen Fernwasserleitungen aus dem Bodensee oder aus Donau-Talsperren bleibt Bad Mergentheim damit stark an seine eigene Landschaft gebunden. Die Brunnen erschließen kein oberflächennahes Flusswasser, sondern Grundwasser aus den kalkführenden Schichten unter der Kurstadt und ihren Ortsteilen. Dadurch kommt das Wasser aus demselben geologischen System, das auch die Hänge bei Markelsheim, Igersheim und im Taubertal prägt. Im Vergleich zu vielen Nachbarorten im Main-Tauber-Kreis fällt Bad Mergentheim damit klar in die härtere Richtung. Während einige Gemeinden mit Mischungen aus verschiedenen Quellen oder mit Anteilen weicherer Fernversorgung arbeiten, bleibt hier der Einfluss des Muschelkalks besonders deutlich spürbar. Auch gegenüber weiten Teilen Baden-Württembergs liegt die Stadt am harten Rand: In Regionen mit Schwarzwald-, Alb- oder Bodenseezufluss sind die Härtewerte oft niedriger, weil dort andere Gesteine oder großräumige Wasserverbünde das Bild bestimmen. Bad Mergentheim steht dagegen für Taubertal-Wasser aus lokalem Grundwasser, geformt von Kalk, Löss und den tief eingeschnittenen Tälern einer Landschaft, die Mineralien nicht zurückhält, sondern ins Trinkwasser weitergibt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerk Tauberfranken GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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